Koller
Koller ist ein Literaturmagazin für Bremen, Bremerhaven und umzu, das vom Kollit, dem jungen Kollektiv für Literatur, herausgegeben wird. Ziel ist, jungen Autor*innen eine Plattform für ihre Texte zu bieten und zu literarischen Diskussionen anzuregen.
Darüber hinaus beschäftigt sich der Koller mit Literatur, Literaturbetrieb, Sprache und dem Schreiben selbst. Es gibt viel zu entdecken: Essays, Interviews, Rezensionen und einiges mehr.
Ein Projekt des Bremer Literaturkontors in Kooperation mit dem virtuellen Literaturhaus Bremen. Gefördert durch den Bremer Senator für Kultur und die Karin und Uwe Hollweg Stiftung.
Kontakt: info@kollit.de
Koller #4: Polyphonie (2026)
Der Koller, die Zeitschrift für junge Literatur aus Bremen, erscheint in seiner vierte Ausgabe. Unter dem Titel Polyphonie – Stimmen der Stadt versammelt er die Stimmen von 32 Autor*innen aus Bremen und der Region.
Sie sprechen von Sonnenblumenkernschalen, Kreideelefanten, Geistern, mother tongues, Instant-Nudeln, Einsamkeit und anderem mehr. Sie bewegen sich über verschiedene Orte und Zeiten hinweg, von der Gegenwart in die Zukunft und bis zurück nach Westberlin im Jahr 1988. Und sie lassen verschiedene Sprachen erklingen und nehmen dabei die Form von Essays, Geschichten, Gedichten, Dialogen und Bildern an: “wir schreiben, um gehört zu werden und wir sind zu hören, wir werden nicht aufhören zu schreiben, und wir werden immer schreiben”
Autor*innen der vierten Ausgabe: Vivien Catharina Altenau, Christine M. Bigley, Elizaveta Boucke, Donka Dimova, Corinna Gerhards, Merle Günther, Farhan Hebbo, Natali Hristova, Hilke Humrich, Aaltje Junge, Jannik Kaiser, Fynn Köster, Hannah E. Kuske, Melanie Lahne, Gianna Lange, Ben Mann, Nele Miesner, MJ_Pixel_Art, Laura Müller-Hennig, David Pappalardo, Janika Rehak, Daniel Schmidt, Angelina Schoon, Ash Seekamp, Charlotte Liv Seekamp, Pascal Siegers, Mona Thaden, Vassey Traore, Ada Trustgod, Manon Voss, Artemis Wind, Monika Zobel.
POLYPHONIE | Kollit | BoD - Books on Demand | Bremen 2026 | 172 S. | € 10,00 | ISBN: 978-3-695-77176-9
Bestellbar im Buchhandel oder im BoD-Shop unter: https://buchshop.bod.de/koller-polyphonie-stimmen-der-stadt-9783695771769
Koller #3: Kitsch (2024)
Der Koller geht in die dritte Runde und es wird bunt!
Denn die Literaturzeitschrift für Bremen, Bremerhaven und umzu widmet sich in Ausgabe #3 einem grundlegendem Thema in Kunst und Kultur: dem Kitsch.
Kitsch kann dabei Traum, Albtraum, gegenwärtig oder vergangen sein, ersehnt oder verabscheut werden. Wo verlaufen die Grenzen zum Begriff Kunst? Wo verschieben sie sich? Welche Funktion hat Kitsch, auch in der Literatur und für Konsument*innen? Mit diesen Aspekten haben sich 17 Nachwuchsautor*innen aus Bremen und Umgebung literaturwissenschaftlich, lyrisch, prosaisch, essayistisch, in Rap-Text und Text-Bild-Arbeiten befasst. Ein Teil der Texte wurde in einem gemeinsamen Workshop erarbeitet. Es geht dabei nicht nur um Einhörner, Barbies und Schlager, sondern immer auch um Zugehörigkeit, Identität, Normen, Lebenssinn.
Das Besondere an dieser Ausgabe: 17 Studierende der Hochschule für Künste Bremen haben die Texte visuell interpretiert, den Texten so eine weitere Ebene zugefügt und das gesamte Heft illustriert.
83 Seiten
Preis: 7 €
Erhältlich per Bestellung: order@kollit.de, zzgl, 1,60 Versand
oder in ausgewählten Bremer Buchhandlungen (werden auf der Seite vom Kollit bekannt gegeben)
Koller #2: Lost & Found – Museum der verlorenen und wiedergefunden Dinge (2023)
Folgt uns beim Rundgang durch das Koller-Museum: 21 junge Bremer Autor*innen präsentieren ihre Arbeiten. Es geht um’s Verlorene, verloren Geglaubte, Sehnsucht und Erleichterung. Väter und Sonnenbrillen, stillgelegte Züge, Petersilie und Dachböden. Fremde und vertraute Begegnungen, Fluchtbewegungen, Blicke. Das, was bleibt und was daraus folgen kann. Innere und äußere Landschaften. Um’s Erinnern und Vergessen, und wie beides in einander verwoben ist und einander offenlegen kann.
Preis: 5 €
Online-Bestellung über order@kollit.de zzgl. Versand 1,60
Oder zu erwerben in folgenden Buchhandlungen in Bremen: Albatros Buchhandlung, Buchhandlung Buntentor, Buchhandlung Geord Büchne, Buchhandlung Storm
Koller #1: Den Kopf verlieren (2022)
Koller ist ein Literaturmagazin für Bremen, Bremerhaven und umzu, das vom Kollit, dem jungen Kollektiv für Literatur, herausgegeben wird. Ziel ist, jungen Autor*innen eine Plattform für ihre Texte zu bieten und zu literarischen Diskussionen anzuregen. Die literarischen Arbeiten in der ersten Ausgabe umspielen das Thema „Den Kopf verlieren“ und umfassen nicht nur Text, sondern auch Text-Bild-Kompositionen.
Darüber hinaus beschäftigt sich der Koller mit Literatur, Literaturbetrieb, Sprache und dem Schreiben selbst. Es gibt viel zu entdecken: Essays, Interviews, Rezensionen und einiges mehr.
Ein Projekt des Bremer Literaturkontors in Kooperation mit dem virtuellen Literaturhaus Bremen. Gefördert durch den Bremer Senator für Kultur und die Karin und Uwe Hollweg Stiftung.
Weitere Publikationen
Making Zines in Bremen 2021
Im Jahr 2021 führte das Bremer Literaturkontor gemeinsam mit Galerist Gregor Straube und Comiczeichner Jeff Hemmer eine Workshopreihe unter dem Titel ›Making Zines in Bremen‹ durch. Die Reihe fand als eine Art Vorlaufveranstaltung für den Bremer Comic Verein in Gründung statt. An vier Wochenenden hielten acht Bremer Künstler*innen jeweils im Tandem einen gemeinsamen Workshop zu einem Thema ihrer Wahl ab. Die Prozesse und Arbeiten der Teilnehmer*innen wurden in zwei Heften dokumentiert. In einem Heft sind die Ergebnisse der Workshops ›Humor und Pointen in Comics‹ und ›Aus der Leere in die Vollen‹ gesammelt. Unter der Leitung von Lui Kohlmann und Mirko Stehr entstanden an einem Wochenende Arbeiten zu visuellen und verbalen Pointen, Witzen und weiteren humoristischen Mitteln. Im zweiten Workshop an einem anderen Wochenende mit Henning Pöplau und Jeff Hemmer wurde der Frage nachgegangen, wo Geschichten eigentlich herkommen und leere Seiten füllen.
Das zweite Heft sammelt Arbeiten aus den Workshops ›Tarot & so - Inspiration und Erzählung‹, geleitet von Julia Dambuk und Katharina Dacrés, und ›Found Object - Aus den Büchern werden Künster:innenbücher‹, geleitet von Lisa Buskühl und Leefje Roy.
Erschienen Februar 2022.
So nimmt man das Leben mit
Die acht Autor*innen dieser Anthologie kommen ursprünglich aus Syrien, Chile, Venezuela, Iran, der Türkei und Bangladesch, doch sie alle leben mittlerweile in Deutschland.
Zwei Jahre lang haben sie an einer Schreibwerkstatt des Bremer Literaturkontors teilgenommen. Ihre Erfahrungen mit Terror, Gewalt, Krieg und Flucht wurden bei diesen Treffen auch thematisiert, im Mittelpunkt der von Angelika Sinn angeleiteten literarischen Arbeit standen jedoch die Erinnerungen an die Zeit davor. Über das Erzählen gelangten die Autor*innen zum Schreiben, ihre Texte verfassten sie auf Deutsch. In den so entstandenen Gedichten und Geschichten geht es um Kindheit, Familie, Freundschaft und Liebe, um kleine Begebenheiten und große Ereignisse, um das Alltägliche und Besondere eines jeden Lebens.
Hrsg. von Angelika Sinn, mit Texten von Zahirul Islam Babul (Bangladesch), Mila Chami (Syrien), Farhan Hebbo (Syrien), Rosa Jaisli (Chile), Saber Latifi (Iran), Madjid Mohit (Iran), Salman Nurhak (Türkei) und Ernesto Salazar-Jiménez (Venezuela)
Ein Buchprojekt des Bremer Literaturkontors, erschienen im Sujet-Verlag (2019).
Eine Audio-Lesung ausgewählter Texte aus dem Buch gibt es hier
Aus dem Gepäck der Kriegskinder
Im Gedenken an den im Januar 2013 verstorbene Bremer Lyriker und Friedensaktivist Otmar Leist sollte aus dem Erlös seines Büchernachlasses ein literarisches Projekt gefördert werden zum Thema Krieg und Frieden. Das Bremer Literaturkontor mit Angelika Sinn hat daraufhin einen Workshop zum Thema Kriegskinder angeregt und Inge Buck im Herbst 2014 die Leitung angetragen. Ausdrücklich nicht für junge Autoren, sondern für Bremer Autorinnen und Autoren, die den Zweiten Weltkrieg als Kinder oder Jugendliche erlebt hatten.
Die Resonanz auf die öffentliche Ausschreibung war eher zurück-haltend, wenn nicht abwehrend, vielleicht sogar angstbesetzt. Für den Workshop meldeten sich nicht mehr als sechs Interessenten an, von denen mit Mathias Groll und Christine Mattner schließlich zwei blieben und schrieben, eine Reise in die Vergangenheit, die ihre eigene Dynamik entfaltete.
Das Schreibprojekt ›Aus dem Gepäck der Kriegskinder‹ im Herbst 2014 für zwei Wochenenden vom Bremer Literaturkontor in Kooperation mit der Deutschen Friedensgesellschaft geplant, überdauerte den Winter. Im Frühjahr 2015 war aus Gedichten und Geschichten ein Manuskript entstanden, in dem das Allgemeine der Kriegskinder-Generation des Zweiten Weltkrieges in den individuellen Texten sich wiederspiegelt, denn Im Individuellsten wird das Allgemeinste sichtbar. (Adorno, Minima Moralia).
In Gesprächen mit dem Falkenberg Verlag Bremen entwickelte sich schließlich aus dem Schreibprojekt das Buchprojekt, für das mit Lisa Helms, Siegfried Marquardt, Hartwig Struckmeyer, Karl-Heinz Tauss und Ursula Ziebarth weitere Bremer Autorinnen und Autoren der Kriegsgeneration gewonnen werden konnten. Alle Autoren und Autorinnen haben für den vorliegenden Band Texte geschrieben, die sie eigentlich nicht schreiben wollten, Erinnerungen, die ungewollt aufstiegen aus dem inneren Gepäck der Kriegskinder im großstädtischen, kleinstädtischen und dörflichen Raum in der zeitlichen Spanne der Geburtsjahrgänge zwischen 1920 und 1940.
Die Orte der Kriegskinder: im Luftschutzbunker zuhause, ausgebombt, zwangseinquartiert, evakuiert, kinderlandverschickt, auf der Flucht, zu Fuß unterwegs. Der Kriegsalltag, der als normal erlebt wird, in dem die Spiele weiter gehen; die Normalität des Schreckens, die heute in den Texten in einer Lakonie der Sprache ihren Ausdruck findet. Der untrügliche Blick der Kriegskinder auf das, was ist — eingebrannte Bilder — und gleichzeitig die Imagination der eigenen Unzerstörbarkeit.
Aber Zeitzeugen sterben aus. Von den acht Autorinnen und Autoren, die in der Anthologie zu Wort kommen, sind es inzwischen nur noch vier Kriegskinder, die ihre Texte in einer öffentlichen Lesung zu Gehör bringen können. Die Erinnerungen der abwesenden und verstorbenen Zeitzeugen sind jedoch nicht verloren. Sie sind aufbewahrt und nachzulesen in dem Band ›Aus dem Gepäck der Kriegskinder‹, der 2015 in der Edition Falkenberg erschienen ist.