Weit mehr als vielen bewusst ist, schränken uns oft „unsichtbare“ normative Vorstellungen ein. Das gilt für das „richtige Leben“ (Heteronormativität), wie auch für das „richtige Schreiben“.
Die vier offenen Termine von Queer Schreiben: Gegen die Norm! (29.03., 07.06.26, 23.08.26 und 25.10.26, jeweils 13.00- 17.00 Uhr) sind eine Einladung, diese Normen und Konventionen schreibend in Frage zu stellen, zu unterlaufen und dadurch Schreiben als selbstermächtigende und widerständige Ausdrucksmöglichkeit kennenzulernen. Es besteht die Möglichkeit, an einem queeren Alphabet zu schreiben („Queer von A-Z“) oder schreibend anderen (auch eigenen!) Impulsen nachzugehen. Neben und nach dem Schreiben besteht die Gelegenheit zum Austausch und Vorlesen, für Fragen und Support. Außerdem gibt es die Möglichkeit, sich von der Weserburg selbst inspirieren zu lassen – bis hin zu den Werken der Sammlungsausstellung So wie wir sind, von Murat Önens „Moving Pile under the Blue Sky“ (2022) zu Zoe Leonards queerpolitischen Manifest: „I want a president“ (1992).
Die vier offenen Werkstatttermine werden geleitet von der queeren Bremer Autorin Jutta Reichelt (www.juttareichelt.com) und richten sich an alle queeren Personen, unabhängig von Herkunft oder Schreiberfahrung. Alle, die Lust aufs Schreiben und auf Austausch in der Gruppe haben, sind herzlich willkommen! Man kann an einem oder an mehreren Terminen ohne vorherige Anmeldung teilnehmen.
Am 19.09.2026 gibt es eine Schreibwerkstatt mit Jutta Reichelt in Kombination mit einem Zeichenworkshop von Lee Doubleu, hier ist eine Anmeldung notwendig. Alle Infos gibt es hier.
Die Veranstaltung ist ein Projekt im Rahmen von queer.lit!
Eine Kooperation des Literaturhaus Bremen und der Weserburg Museum für moderne Kunst.
Mit freundlicher Unterstützung des Senators für Kultur, der Karin und Uwe Hollweg Stiftung und der stiftung schwule freunde bremen.
Mit Jutta Reichelt ist übrigens auch eine Folge in unserer Podcast-Reihe Schreibgespräche erschienen. Zu hören ist sie hier
Jutta Reichelt (1967) lebt als Schriftstellerin und Geschichtenanstifterin in Bremen. Sie schreibt Romane, Erzählungen, literarische Essays, bloggt „Über das Schreiben von Geschichten“ und entwickelt Schreibprojekte für Schulen, Hochschulen, Theater und Museen. Sie erhielt verschiedene Auszeichnungen, darunter 2001 den Würth-Preis der Tübinger Poetik-Dozentur. Gerade erschienen ist das Buch Blaumeier oder der Möglichkeitssinn, für das sie die Texte verfasst hat. Im Rahmen der Kooperation zwischen der Universität Bremen und dem Bremer Literaturkontor erhielt Jutta Reichelt im Bereich Kreatives Schreiben in diesem Wintersemester einen Lehrauftrag zum Thema Meine Lebensgeschichte erfinde ich selbst – Anregungen zum autofiktionalen Schreiben. 2020 erhielt sie das Projektstipendium des Bremer Autor*innenstipendiums.