AUSSCHREIBUNGEN

Stipendien und Preisgelder ermöglichen vielen Autor*innen erst, ihren Beruf ausführen zu können. Darüber hinaus trägt eine Veröffentlichung von eigenen Texten über Ausschreibungen zur Sichtbarkeit bei. Auf dieser Seite vereinen wir unsere eigenen Auschreibungen wie das Bremer Autor*innenstipendium mit Fremdausschreibungen aus der überregionalen Literaturszene und dem weltweiten Netzwerk der Creative Cities. Ein regelmäßiger Blick lohnt sich auf jeden Fall.

eine Hand hält ein MiniLit-Heft

© Rike Oehlerking

Texte für MiniLit gesucht

Möchtest du deinen Text gerne in gedruckter, veröffentlichter Form sehen? Dann bewirb dich damit bei uns für ein MiniLit-Heft. Du bekommst ein richtiges Lektorat und jede Menge hilfreiche Erfahrung für den Literaturbetrieb. Und am Ende darfst du deinen veröffentlichten Text in den Händen halten.

Zur Ausschreibung

Ausschreibungen aus dem City-of-Literature-Netzwerk

Odesa Polyglot Literary Residency im Sommer 2026

In Zusammenarbeit mit dem Büro der UNESCO-Literaturstadt Odessa laden wir zur Einreichung von Bewerbungen für die Odesa Polyglot Literary Residency im Sommer 2026 ein.

Schriftsteller*innen aus den UNESCO-Literaturstädten sind eingeladen, bis zu einem Monat in Odessa zu verbringen – einer der einzigartigsten Literaturstädte Europas. Auf einer jahrhundertelangen Geschichte von Aufbrüchen und Ankünften aufgebaut, ist Odessa seit langem eine Stadt des Witzes, der Freiheit und des literarischen Mutes. Hier haben Schriftsteller*innen schon immer Not in Stil und Reibungen in Innovation verwandelt. 

Das Residenzprogramm bietet etwas Seltenes: Raum und Zeit zum Arbeiten und zum Kennenlernen der literarischen Gemeinschaft Odesas. Die Stipendiaten wohnen in privat gemieteten Wohnungen in der Altstadt von Odesa, wodurch sie die Stadt eher als Einwohner denn als Besucher erleben können. Das Programm ist als Zeit der kreativen Freiheit konzipiert. Den Stipendiaten steht es frei, die Zeit nach eigenem Ermessen zu nutzen: zum Schreiben, Lesen, Recherchieren, Übersetzen, Spazierengehen durch die Stadt, zum Knüpfen neuer Gespräche oder einfach zum Nachdenken. Wir bitten um eine bescheidene Beteiligung am literarischen Leben der Stadt: ein oder zwei öffentliche Veranstaltungen und einen kurzen Bericht.

Wir bieten: 

  • Reisekostenzuschuss aus Europa von bis zu 350 €
  • Unterkunft in der Altstadt
  • ein Stipendium in Höhe von 500 €
  • Krankenversicherung
  • Kontakte zu Schriftstellern, Verlegern, Übersetzern, Wissenschaftlern, Künstlern sowie anderen Cosmopolis-Stipendiaten und -Residenten in Odessa
  • Möglichkeiten zur Teilnahme an öffentlichen Literaturveranstaltungen

Wir akzeptieren Textbeispiele in jeder Sprache und werden unser Bestes tun, um sie von Autor*innen lesen zu lassen, die diese Sprache beherrschen. Bitte fügen Sie jedoch Übersetzungen von Werken bei, die nicht auf Englisch, Ukrainisch oder Russisch verfasst sind. Die Einreichungen werden vom Büro Odessa – Stadt der Literatur gemeinsam mit Mitgliedern von Ukrainian Cosmopolis bewertet.

Bewerbungsschluss: 20. Juli 2026

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Zweimonatiges Kreativresidenzprogramm in Prag – UNESCO-Literaturstadt 2027

Hast du ein atemberaubendes Projekt, an dem du während eines Aufenthalts in Prag arbeiten möchtest? Die UNESCO City of Literature Prag bietet Schriftsteller*innen und Übersetzer*innen die Möglichkeit, im wunderschönen Stadtzentrum zu leben und zu arbeiten, wo historische Architektur auf modernes und pulsierendes Stadtleben trifft.

Diese Ausschreibung gilt für acht zweimonatige Residenzen im Jahr 2027, die zu den Zeiträumen Januar-Februar, März-April, Mai-Juni, Juli-August, September-Oktober und November-Dezember stattfinden werden.

Voraussetzungen sind zum Beispiel Grundkenntnisse der englischen Sprache, mindestens ein veröffentlichtes literarisches Werk (nicht im Selbstverlag erschienen) oder zwei gesendete oder veröffentlichte Hörspiele oder ein aufgeführtes oder veröffentlichtes Theaterstück oder mindestens ein übersetztes Werk eines tschechischen Autors und die Bereitschaft zur Teilnahme am lokalen literarischen Leben. Der*Die Stipendiat*in verpflichtet sich, der Stadtbibliothek Prag während des Aufenthalts oder spätestens zwei Monate nach dessen Beendigung den im Rahmen des Aufenthalts entstandenen Text zur Verfügung zu stellen. Die Stadtbibliothek Prag erhält die Genehmigung, diesen Text im Rahmen des Projekts Prager Literaturstadt zur Bewerbung der Stipendiatenaufenthalte in Prag zu verwenden. 

Die Unterkunft und Reisekosten werden von der City of Literature Prager übernommen; die Teilnehmer*innen erhalten außerdem ein Stipendium in Höhe von 15.000 CZK (ca. 600 € pro Monat). Fragen: prague@cityofliterature.cz .

Bewerbungsschluss: 07. August 2026 um 23.59 Uhr (MEZ)

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Bremer Netzresidenz 2024/25 für Alejandro Radawski

Der in Krakau lebende Alejandro Radawski wird für sein Projekt "Something in the way they look at me" mit der Bremer Netzresidenz 2024/25 ausgezeichnet. Er möchte in seinem Projekt den Bremer historischen Gebäuden, Museen, kulturellen Einrichtungen und Parks „Persönlichkeit“ verleihen.

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Erfolgreiche Texte

Womit bewerben sich andere Autor*innen? Welche Texte hatten Erfolg? Hier bekommst du einen Einblick in Arbeiten, die bei einer Bewerbung auf eine Ausschreibung erfolgreich waren. Lies rein!

Ausschreibungen, Stipendien, Residenzen für Autor*innen

Romanwerkstatt Berlin 2026/27

Leitung: Michael Wildenhain

Ziel der Romanwerkstatt ist es, einen begonnenen Roman im Rahmen der Werkstatt weiterzuentwickeln und im besten Fall fertigzustellen. Zu diesem Zweck finden an vier Wochenenden Werkstatttreffen statt. In einer Gruppe von fünf oder sechs Teilnehmerinnen und Teilnehmern werden die Texte mit lektorierender Absicht diskutiert. Besonders erwünscht sind literarische Arbeiten, die soziale Aspekte oder politische Tatbestände und Geschehnisse reflektieren. Ein Schwerpunkt der Werkstattgespräche liegt auf dem Aufbau bzw. der Struktur derliterarischen Projekte sowie auf Fragen und Strategien politischen Schreibens.

Die Werkstatt richtet sich an deutschsprachige Autorinnen und Autoren, die schon erste Schritte im literarischen Leben unternommen haben (Publikation eines Buchs oder Theaterstücks/UA, Stipendium/Preis o.ä.) oder eine besondere Begabung erkennen lassen. Die Ausschreibung erfolgt 
bundesweit sowie in der Schweiz und in Österreich.

Geleitet wird die Werkstatt von Michael Wildenhain, Autor diverser Romane und Theaterstücke. Zuletzt erschienen sind die Romane „Das Ende vom Lied“, 2026 „Die Erfindung der Null“, 2020, „Das Singen der Sirenen“, 2017 (Longlist Deutscher Buchpreis Frankfurt), und „Das Lächeln der Alligatoren“, 2015 (Shortlist des Leipziger Buchpreises); sowie 2024 das Sachbuch „Eine kurze Geschichte der Künstlichen Intelligenz“; alle im Klett-Cotta-Verlag, Stuttgart. Michael Wildenhain war mehrmals Gastprofessor am Deutschen Literaturinstitut Leipzig (zuletzt WiSe 2015/16) sowie Leiter verschiedener Prosa- und Romanwerkstätten.

Der Erfolg, den die Romanwerkstatt des Literaturforums im Brecht-Haus in den vergangenen Jahren 
erzielte, zeigt sich exemplarisch an den inzwischen erschienenen Romanen der Teilnehmer bisheriger
Romanwerkstätten. Die Auswahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wird vom Literaturforum im Brecht-Haus (Christian Hippe/Isabel Wanger) und von Michael Wildenhain durchgeführt.

Bewerbungen mit Lebenslauf, Exposé (2-3 Seiten) und Textprobe (20-25 Seiten) des Romans in einfacher Ausfertigung müssen bis zum 15. Juli 2026 (Poststempel) per Post (!) an folgende Adresse geschickt werden:

Literaturforum im Brecht-Haus
„Romanwerkstatt“
Chausseestraße 125
10115 Berlin

Die Teilnehmenden werden bis spätestens 31. August 2026 benachrichtigt. Absagen werden nicht 
verschickt. Die Bewerbungsunterlagen werden nicht zurückgesandt.
Termine:

1. Werkstattwochenende: 03./04. Oktober 2026
2. Werkstattwochenende: 05./06. Dezember 2026
3. Werkstattwochenende: 13./14. Februar 2027
4. Werkstattwochenende: 03./04. April 2027.

Die Abschlusslesung findet am 28. Mai 2027 im Literaturforum im Brecht-Haus statt.

Beginn der Werkstatt: 03. Oktober 2026, 12.30 Uhr.
Ort: Literaturforum im Brecht-Haus, Chausseestraße 125, 10115 Berlin.

Keine Teilnahmegebühr! Nebenkosten (Reise, Verpflegung, Unterbringung) gehen zu Lasten der 
Teilnehmer/innen.

Weiterbildungsmaster Kulturelle Bildung an Schulen der Philipps-Universität Marburg

Der Weiterbildungsmaster Kulturelle Bildung an Schulen der Philipps-Universität Marburg eröffnet in Kooperation mit der Crespo Foundation die siebte Bewerbungsrunde für das Wintersemester 2026/28.

Der 2014 erstmals gestartete Weiterbildungsmaster Kulturelle Bildung an Schulen der Philipps-Universität Marburg öffnet sein Bewerbungsportal ab sofort für die neuen Bewerber:innen. 

Das mit seinem Profil deutschlandweit einmalige Weiterbildungsangebot der Philipps-Universität Marburg qualifiziert Künstler:innen, Vermittler:innen und Lehrer:innen sowie alle an der Schnittstelle zwischen Kultureller Bildung und Schule Arbeitenden gemeinsam in einem zweijährigen Weiterbildungsangebot. Dabei geht es zentral um die Frage Haltung in der interprofessionellen Ausgestaltung der Arbeit, um die gelungene Zusammenarbeit zwischen den Institutionen und die Erhöhung der eigenen Koordinations- und Leitungskompetenz. Die dazu notwendigen Kompetenzen werden in einem vielfältigen und praxisnahen Studium in insgesamt sechs Modulen wissenschaftlich fundiert erworben und für das eigene Praxisfeld nutzbar gemacht.
Um dies zu gewährleisten, arbeitet der Studiengang mit renommierten Wissenschaftler:innen und Künster:innen aus dem ganzen Bundesgebiet als Dozenten des Studiengangs zusammen. Der Master kann über ein besonderes Verfahren auch von Interessierten ohne Hochschulabschluss studiert werden. Das Studium wird mit einem Abschluss „Master of Arts“ abgeschlossen. Das Studium umfasst in zwei Jahren 28 Präsenztage und kostet pro Semester 1.700.-€ Studiengebühren zzgl. Verwaltungsgebühr. Die Crespo Foundation vergibt zur Unterstützung von Kulturschaffenden insgesamt 10 Stipendien in einer Höhe von 9.000€.

Bewerbungsschluss ist der 15. Juli 2026. 

Interessierte können sich über den Studiengang und über das Bewerbungsverfahren auf der Seite www.wbm-kubis.de informieren oder aber sich auch persönlich nach Terminvereinbarung unter kubis@staff.uni-marburg.de persönlich oder telefonisch beraten lassen. Bitte nehmen Sie im Vorfeld Kontakt mit dem Studiengang auf.

Treffen junger Autor*innen in Berlin 26. bis 30. November 2026

Du schreibst gern Gedichte, Theaterstücke, Kurzgeschichten, Slam Poetry oder experimentierst mit Sprache? Du willst deine Texte vor Publikum bei einer Lesung in Berlin vorstellen? Du hast Lust, andere junge Autor*innen kennenzulernen, dich mit Profis auszutauschen und dich in Workshops rund ums Schreiben auszuprobieren? Dann bewirb dich jetzt für das Treffen junger Autor*innen 2026! Die Gewinner*innen reisen zum fünftägigen Festival nach Berlin. Weitere 20 Autor*innen erhalten einen Buchscheck sowie ein Jahresabo einer Literaturzeitschrift. Du kannst bis zu fünf Textseiten oder zehn Gedichte einsenden. Es besteht auch die Möglichkeit, Texte in anderen Sprachen oder mehrsprachige Texte einzureichen.

Für alle jungen Autor*innen im Alter von 11 bis 21 Jahren.

Bewerbungsschluss ist der 15. Juli 2026. 

Mehr Infos

Kulturnetz e.V. und die Städtische Galerie Bremen laden Zine-Autor*Innen, Comiczeichnende, Illustrator*Innen, Kleinverleger*Innen und DIY-Kreative aus Bremen, ganz Deutschland und darüber hinaus ein, am 8. internationalen Bremer Zine Festival teilzunehmen!
Das diesjährige Thema lautet Wissen schaffen – aber wie immer sind wir offen für alle Arten von Zines: grafische, textbasierte, poetische, politische, chaotische, komische, literarische, musikalische, persönliche und alles dazwischen. 
Zu Zines als DIY Publikationen zählen nicht nur Grafik Kunst oder Literatur- und Lyrikhefte oder auch Comics. Auch Fanzines von Musik-, Fussball- oder Filmzines gehören zur Zinekultur. 
Genauso wie Ego-, Info und Politzines bis hin zu ScienceZines. Zines sollen dabei immer unterhalten und erfreuen. Sie sollen aber auch informieren, Wissen sammeln, bündeln, erhalten und streuen. Als informelle Medien sind sie immer Teil dessen worübersie sprechen. Besonders aufgerufen sind dieses Jahr Zinsters, die in ihren Zines Wissen über ihre Themen oder ihre Szene sammeln und produzieren und streuen. Angesprochen ist der Ganzen Bereich von Polit-, Öko-, Doit Your Self-Zines. Aber auch queere und antirassistische Info- und Selfhelpzines oder alle anderen Zines, die sich einem Thema widmen und dieses mit anderen Menschen teilen wollen. 


Wir freuen uns auf:
• Einzelne Zine-Künstler*Innen und Autor*Innen jeder Art
• Kleine Kollektive und Kunstgruppen sowie politische und soziale Aktivisten
• Unabhängige Verlage, Kleinstverlage uns Selbstverleger
• Sowohl Neulinge als auch langjährige Zine-Liebhaber*innen


Das Herzstück des Festivals ist unsere dreitägige Zine-Messe in der Städtischen Galerie Bremen, die am Werdersee im Bremer Stadtteil Neustadt liegt. Auf rund 70 Tischen präsentieren eine Vielzahl von Aussteller*Innen ihre gedruckten, gefalteten, gezeichneten oder fotokopierten Schätze einem begeisterten Publikum.
Parallel zur Messe veranstalten wir während des Festivals ein Kulturprogramm mit Lesungen, Vorträgen, Filmvorführungen und Performances.


So bewerbt ihr euch:
Bitte bewerbe dich über unser Website-Formular:
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Bewerbungsschluss: 31. Juli 2026


Für die Bewerbung benötigen wir:
• Einen kurzen Informationstext über dich oder euch / dein Zine / euer Kollektiv
• Mindestens 3 Bilder deiner Arbeit (zur Verwendung für Werbezwecke auf unserer Website 
und in Social Media)
• Kontaktdaten (Name + E-Mail-Adresse von mindestens einer Person aus eurem Team)
Alle Bewerber*Innen erhalten bis zum 15 August 2026eine Antwort von uns. Wenn du ausgewählt 
wirst, erhälst du alle Informationen zur Bezahlung und Ankunft. Sobald die Tischgebühr (50 € / 
30€ ) eingegangen ist, ist dein Platz bestätigt.  


Das Festival findet zwischen dem 23. bis 25. Oktober 2026 statt.