Wie sieht der Arbeitsalltag von Autor*innen aus? Wie finden Texte ihren Weg zum Verlag oder in renommierte Literaturzeitschriften? Welche Rolle spielen Preise und Stipendien im Literaturbetrieb und wie familienfreundlich ist dieser eigentlich? Über diese und andere Fragen haben wir an mehreren Abenden mit Autor*innen diskutiert, die bereits mit dem Bremer Autor*innenstipendium ausgezeichnet worden sind, mit dem der Senator für Kultur seit über 40 Jahren die literarische Arbeit vor Ort fördert. 2025 fand die Reihe erstmals mit Gesprächen zwischen Nachwuchstipendiatinnen und ihren Mentorinnen statt.
Die Abende werden moderiert von Jens Laloire.
Eintritt frei.
Gefördert vom Bremer Senator für Kultur.
Weitere Infos zum Autor*innenStipendium und weiteren Stipendiat*innen gibt es hier
Ab September setzen wir die Reihe fort, und zwar mit den aktuellen Nachwuchsstipendiat*innen und ihren Mentorinnen. Mit den Nachwuchsstipendien unterstützt der Senator für Kultur gezielt junge Schreibende finanziell und mit einem Mentoring, das mit den Stipendien verknüpft ist, um die Stipendiat*innen bei der Weiterentwicklung ihrer ausgezeichneten Projekte professionell zu begleiten. Im Rahmen von drei Veranstaltungen wollen wir mit den Stipendiat*innen und ihren Mentorinnen über das Mentoring sprechen, aber auch darüber hinaus über Schreib- und Veröffentlichungsprozesse, die Arbeit an eigenen und fremden Texten sowie ihre Erfahrungen mit dem Literaturbetrieb. Zudem werden die Mentorinnen Texte aus ihren Werken lesen und die Stipendiat*innen Auszüge aus ihrem mit dem Bremer Autorenstipendium ausgezeichneten Projekten.
Eine Gesprächs- und Lesereihe vom Literaturhaus Bremen, gefördert vom Bremer Senator für Kultur.
Sophia Klink & Livia Anne Hott
Dienstag, 08. September 2026 | 19 Uhr | Villa Ichon
Moderation: Jens Laloire
Sophia Klink, geb. 1993 in München, hat Biologie studiert und über die Symbiose zwischen Bakterien und Pflanzen promoviert. Sie wurde mit dem Literaturstipendium München und dem Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis beim Literarischen März ausgezeichnet und mit Stipendien des British Council und der Stiftung Kunst und Natur gefördert. Sie war Finalistin beim open mike, Aufenthaltsstipendiatin der Roger Willemsen Stiftung, des Adalbert Stifter Vereins und der Villa Sarkia in Finnland. Im Frühjahr 2025 erschien ihr Lyrikdebüt bei hochroth München und im Herbst 2025 ihr Romandebüt Kurilensee bei der Frankfurter Verlagsanstalt. Mit einem Auszug aus dem Roman stand sie auf der Shortlist des W.-G.-Sebald-Preises.
Livia Anne Hott, geboren 1991 in Saarbrücken, lebt in Bremen. 2015 erlangte sie einen B.A. in Kreativem Schreiben und Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim und war von 2014 bis 2015 Herausgeberin der Literaturzeitschrift BELLAtriste. Anschließend verbrachte sie zwei Jahre in Brighton und studierte im Anschluss ein Semester Physik in Leipzig. 2020 schloss sie einen B.Sc. in Biologie an der Universität Bremen ab, bevor sie 2021 einen sechsmonatigen Forschungsaufenthalt an der King Abdullah University of Science and Technology in Thuwal absolvierte. 2025 schloss sie ihr Studium mit dem M.Sc. in Meeresbiologie ab. 2025 wurde sie für ihr Romanprojekt Die Strömenden mit dem Nachwuchsstipendium ausgezeichnet.
Raphaela Bardutzky & Theresa Kleiner
Dienstag, 20. Oktober 2026 | 19 Uhr | Villa Ichon
Moderation: Jens Laloire
Raphaela Bardutzky ist eine Autorin und Dramaturgin aus München. Ihre Stücke sind häufig mehrsprachig und verbinden Komik und Wortwitz mit politischem Bewusstsein. Ihr Drama Fischer Fritz wurde u.a. mit dem Publikumspreis für Neue Dramatik an den Münchner Kammerspielen ausgezeichnet und war 2022 Gewinnerstück bei den Autor:innentheatertagen am Deutschen Theater Berlin. Für den Theatertext Das Licht der Welt erhielt sie 2023 den Bayerischen Kunstförderpreis. Das Stück Altbau in zentraler Lage. Eine Schaueroper war nominiert für den Mühlheimer Dramatikpreis 2025. Bardutzkys Stücke wurden u.a. am Burgtheater Wien, am Deutschen Theater Berlin und am Schauspiel Graz aufgeführt. Seit der Spielzeit 2025/26 ist Raphaela Bardutzky Hausautorin am Staatstheater Nürnberg.
Theresa Kleiner wurde 1999 in Bremen geboren und studiert Theaterwissenschaft und Literaturwissenschaft im Master. In der Spielzeit 2024/25 verfasste Kleiner die Texte zu der Stückentwicklung Einsamkeiten am Jungen Theater Bremen. Als Regisseur*in und Autor*in ist er Teil des Theaterkollektivs KLeineR_ex mit dem sie bislang die Stücke Crypto Bois – Die Leiden der jungen W.s am LOFFT-Theater Leipzig und All I Crave an den Cammerspielen Leipzig inszenierte. Unter anderem veröffentlichte sie Texte in der BELLA triste #74 und im DANKE – Das Fanfiction-Magazin #4. Kleiners Theaterstück Rodewald wurde 2025 mit dem Nachwuchsstipendium ausgezeichnet.
Daniela Dröscher & Janick Hoepfel
Donnerstag, 12. November 2026 | 19 Uhr | Villa Ichon
Moderation: Jens Laloire
Daniela Dröscher, geboren 1977, aufgewachsen in Rheinland-Pfalz, lebt in Berlin. Promotion im Fach Medienwissenschaft an der Universität Potsdam sowie ein Diplom in “Szenischem Schreiben” an der Universität Graz. Ihr Romandebüt Die Lichter des George Psalmanazar erschien 2009, es folgten der Erzählband Gloria (2010) und der Roman Pola (2012) sowie das Memoir Zeige deine Klasse (2018). Sie wurde u.a. mit dem Anna Seghers-Preis, dem Arbeitsstipendium des Deutschen Literaturfonds sowie dem Robert-Gernhardt-Preis (2017) ausgezeichnet. Der Roman Lügen über meine Mutter (KiWi, 2022) stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises und wurde fürs Kino verfilmt. 2025 erschien der Roman Junge Frau mit Katze (KiWi) und im Frühjahr 2026 der Essay Sprechen (Hanser).
Janick Hoepfel, geboren 1995, studierte Kommunikations- und Medienwissenschaft sowie Germanistik in Bremen und Japan. Während des Studiums absolvierte er Seminare zum journalistischen und kreativen Schreiben und arbeitete in einer Textagentur. Seine Texte sind vor allem durch die Aufenthalte in Japan und die Faszination für die dortige Folklore beeinflusst. Neben Veröffentlichungen von Kurzprosa in der Zeitschrift Koller schaffte er es 2023 mit seiner Kurzgeschichte Verkauf zerbrochener Träume unter die Top 100 des YoungStoryTeller-Awards. 2025 wurde er für sein Romanprojekt Die Toten verweilen mit dem Nachwuchsstipendium ausgezeichnet.
Ort: Villa Ichon, Saal (Raum 5 im 1. Stock), Goetheplatz 4*
Der Eintritt zu allen drei Veranstaltungen ist frei.
*Der Veranstaltungsort in der Villa Ichon ist leider nicht barrierefrei, gerne möchten wir aber auch Personen mit Einschränkungen den Zugang ermöglichen. Wenden Sie sich gerne mit Fragen dazu an uns.