Silke Behl im Gespräch mit Herta Müller über ihre Collagen [16:03]

Das Bremer Festival „poetry on the road“ beginnt 2014 mit einem echten Paukenschlag. Am Mittwoch, dem 21. Mai ist die Literaturnobelpreis-Trägerin Herta Müller um 20.00 Uhr zu Gast im Theater am Goetheplatz. Herta Müller hat eine neue Form im Umgang mit Wörtern gefunden: Sie schickt einzelne von ihnen auf die Reise und dichtet mit der Schere. Die Wörtersammlerin klebt aus Zeitungen und Zeitschriften ausgeschnittene Wörter und Bilder zusammen und fügt so Welt und Sprache in einen neuen poetischen Kontext. Die derart komponierten Texte brechen die Alltagswahrnehmungen auf und zeichnen ein anderes Bild von den Dingen und vom Leben, sie sind ein poetisches Puzzle aus Zeitungspapier und ein Wunderwerk der Phantasie. Bevor Herta Müller den Nobelpreis erhielt, gastierte sie schon einmal „poetry on the road“. Damals war gerade der dritte Band ihrer Collagen erschienen: „Die blassen Herren mit den Mokkatassen“. Den vierten, lange erwarteten Band stellte Herta Müller in Berlin vor. Ein bisschen nervös, ein wenig scheu, trat sie im Berliner Festspielhaus auf die große Bühne. Interviews liebt sie nicht besonders. Aber dann wurde es doch nach ein paar Minuten ziemlich locker, fast lustig. Zu Beginn fragte Radio-Bremen-Redakteurin Silke Behl nach den Texten aus dem 4. Band. Wie die zusammengestellt wurden und was der Literaturnobelpreisträgerin durch den Kopf ging, als sie den einen oder anderen älteren Text wieder zur Hand nahm.

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Sonntag, 18. Mai 2014 | Nordwestradio

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