Literarischer Landgang: Jan Brandt ist neuer Stipendiat

Foto: Anika Büssemeier

Der Schriftsteller und Journalist Jan Brandt erhält 2020 vom Literaturhaus Oldenburg das Landgang-Stipendium, ein Reisestipendium durch das Oldenburger Land.

Vom 10. bis zum 18. September 2020 unternimmt Jan Brandt eine Erkundungsreise durch das Oldeburger Land. Seine Beobachtungen dieser Erkundungstour lässt er in einen Text einfließen, dessen Form er frei wählen kann. Im Frühjahr 2021 tritt er die Reise als Lesereise der Kulturstiftung Öffentliche Oldenburg ein weiteres Mal an. Stellte die besuchte Region bei der ersten Rundtour noch sein Forschungsfeld dar, wird sie ihm dann zur Bühne: Auf sechs Stationen präsentiert er das literarische Ergebnis seiner Erkundungstour bei öffentlichen Literatur-veranstaltungen. Monika Eden, die Leiterin des Literaturhauses Oldenburg, reist als Projektleiterin mit und stellt den Schriftsteller und seinen Text auf allen Stationen vor.

Jan Brandt, geboren 1974 in Leer, Ostfriesland, wuchs im nahe bei Leer gelegenen Ihrhove auf. Er studierte Geschichte und Literaturwissenschaft in Köln, Berlin und London und ist zudem Absolvent der Deutschen Journalistenschule in München. Sein Romandebüt „Gegen die Welt“ machte ihn 2011 schlagartig bekannt. Das Provinzepos zeichnet den Untergang eines Dorfes in Ostfriesland nach und thematisiert dabei die jüngere Geschichte der alten Bundesrepublik im Zeichen von Wende und Globalisierung. Der Roman wurde 2011 für den Deutschen Buchpreis nominiert und mit dem Nicolas-Born-Debütpreis ausgezeichnet. Brandts aktuelles Buch „Ein Haus auf dem Land/Eine Wohnung in der Stadt“ (Dumont, 2019) kreist um Stadt und Land, Utopie und Heimat.

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