Lesetipp im Februar:

„Nichts Weißes“ von Ulf Erdmann Ziegler

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von Dr. Beate Porombka – Direktorin der Volkshochschule Bremerhaven
Foto: Ralf Masorat

“Ulf Erdmann Ziegler bezieht den Titel seines zweiten Romans „Nichts Weißes“ auf die Weiße des Papiers und zeichnet in großartiger Farbigkeit den Weg der 1964 geborenen Marleen in die Welt der Erwachsenen und der Typografie – immer mit dem Fokus auf den Umbruch vom Alten zum (Post-) Modernen. Fast unmerklich gelingt ihm dabei die Ausweitung des Panoramas von einer kleinstädtischen Familie hin zur tiefenscharfen Mentalitätsgeschichte des fortschrittlichen Milieus der bundesdeutschen Gesellschaft der 1970er und 1980er Jahre zwischen Tradition und Fortschrittsgläubigkeit. Klug, teils humorvoll und immer mit wunderbar leichter Handschrift fängt der Autor die Themen und Widersprüche einer ganzen Generation ein, ohne die handelnden Figuren vorzuführen. Kein Wunder also, dass der Roman auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2012 zu finden war. Eine echte Entdeckung.”

Ulf Erdmann Ziegler “Nichts Weißes”
Suhrkamp Verlag, 2012, 19,95 €

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