John von Düffel: Der brennende See

In der Reihe „Stimmen aus der Isolation“ werden Gespräche mit Autoren schriftlich geführt, die eigentlich auf der Bühne des Literaturhauses Oldenburg hätten stattfinden sollen. Michael Sommer hat mit John von Düffel über seinen neuen Roman „Der brennende See“ gesprochen – über die Protagonistin, den tieferen Sinn des Schwimmens und über Klimagerechtigkeit.

>> Zum Gespräch zwischen John von Düffel und Michael Sommer

Hannah kehrt nach dem Tod ihres Vaters in die Stadt ihrer Kindheit zurück. Als sie erste Schritte unternimmt, die Wohnung des Verstorbenen aufzulösen, findet sie an seinem Totenbett das Foto einer Unbekannten. In der flimmernden Hitze eines erneut rekordverdächtig trockenen Aprils begibt Hannah sich mit diesem Bild auf Spurensuche. Bald muss sie erkennen, dass nicht nur die vertraute Landschaft ihrer Kindheit sich in Staub und Rauch auflöst. Alle Bilder der Vergangenheit entgleiten ihr. Als sie dann auf die Fridays-for-Future-Aktivistin Julia stößt, muss sie feststellen, dass ihr Vater dieser jungen Frau am Ende näher stand als ihr.

Am 9. September liest John von Düffel in der Stadtbibliothek Bremen.
>> Zur Veranstaltung in unserem Literaturkalender

John von Düffel (Foto: Katja von Düffel) wurde 1966 in Göttingen geboren, er arbeitet als Dramaturg am Deutschen Theater Berlin und ist Professor für Szenisches Schreiben an der Berliner Universität der Künste. Seit 1998 veröffentlicht er Romane und Erzählungsbände bei DuMont, u. a. „Vom Wasser“ (1998), „Houwelandt“ (2004), „Wassererzählungen“ (2014) und „Das Klassenbuch“ (2017). Seine Werke wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem aspekte-Literaturpreis und dem Nicolas-Born-Preis.

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