Jakob Nolte mit Literaturstipendium ausgezeichnet

Foto: Tobias Willmann

Das Förderprogramm „Tapetenwechsel – Ein deutsch-tschechischer Literaturaustausch“ ist eine Form der Schriftstellerförderung, die es Autorinnen und Autoren aus Deutschland ermöglicht, sich während eines Aufenthalts in Tschechien ganz ihren künstlerischen Tätigkeiten zu widmen. Vergangenen Freitag hat die Jury den in Berlin lebenden Schriftsteller Jakob Nolte für das Stipendium in Prag ausgewählt.

Jakob Nolte
, geboren 1988, wuchs in Barsinghausen am Deister auf. Seine Theaterstücke wurden mehrfach prämiert und an zahlreichen Bühnen Europas gespielt. Sein Debütroman ALFF wurde mit dem Kunstpreis Literatur 2016 ausgezeichnet. Im selben Jahr war er Stipendiat der Villa Kamogawa in Kyoto. Sein Roman Schreckliche Gewalten war für den Deutschen Buchpreis nominiert. 2019 erhielt er den Förderpreis Komische Literatur der Stiftung Brückner-Kühner.
Jakob Nolte erhält das Prager Aufenthaltsstipendium für ein Erzählprojekt, in dem die labyrinthischen Verschränkungen und Fliehkräfte unserer Zeit thematisiert werden. Beeindruckt hat die Jury sein Begriff der ‚inneren Karte‘, die auch dem Einzelnen keinen Kompass mehr zu bieten scheint in existentiellen Fragen. Jakob Nolte knüpft mit seinem Vorhaben an frühere Projekte an, die ihn nach Tschechien führten und steht für einen genreübergreifenden Ansatz, in dem Literatur, Theater und Film in Kontakt treten. Diesen Kulturbegriff und die bereits bestehenden Arbeitskontakte zur tschechischen Szene möchte die Jury ausdrücklich fördern.
Jakob Nolte wird sein vierwöchiges Aufenthaltsstipendium am 1. Mai 2020 in Prag antreten. Zusätzlich wird eine Zahlung in Höhe von 1.000.- € für das Stipendium gewährt.

Die Jury: Dr. Silke Behl (Virtuelles Literaturhaus Bremen e.V.), Libuse Cerna (Globale e.V.), Pawel Pawelcik (Künstlerhäuser Worpswede e.V.)

Das Förderprogramm „Tapetenwechsel – Ein deutsch-tschechischer Literaturaustausch“ wird realisiert vom virtuellen Literaturhaus Bremen e.V., Globale e.V., den Künstlerhäusern Worpswede e.V., dem Tschechischen Literaturzentrum (Sektion der Mährischen Landesbibliothek) und dem Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds.

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