»Vilius Karalius« – Ein Familienepos von Ieva Simonatytė

Ein literarisches Denkmal für das Memelland.

Der Roman „Vilius Karalius“ ist das wichtigste und auch umfangreichste Werk der grossen litauischen Erzählerin Ieva Simonatytė. Ein Epos, das die familiären Verflechtungen und die damit verbundenen menschlichen Komödien und Tragödien der Familie Karalius und ihres Umfelds erzählt.

Die Handlung erstreckt sich über die ersten zwei Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts und spielt im Memelland. Das Werk legt seinen Fokus aber nicht nur auf das Schicksal dieser Familie. Vielmehr bietet es auch einen Einblick in die Geschichte und die politischen Turbulenzen dieses Landstrichs vor dem und im Ersten Weltkrieg, der bis 1918 zu Deutschland gehörte, dann unter Verwaltung des Völkerbundes stand und 1923 Litauen angegliedert wurde. Mit viel Feingefühl für das Detail breitet Ieva Simonatytė ein ganzes Panorama der sozialen, politischen und familiären Verhältnisse der Litauer im ländlichen Memelland aus. Simonatytė hat einer gleichenteils von Litauern und Deutschen geprägten, untergegangenen Kultur ein literarisches Denkmal ersten Ranges gesetzt.

Ieva Simonaityte wurde 1897 als Eva Simoneit in Wannagen geboren. Der erste Band von „Vilius Karalius“ erschien 1939 und handelt im I. Weltkrieg. Der zweite Band folgte 1956. Simonaityte  läßt ihren Probanden über die Grenzen blicken, die hier Russland (Großlitauen) von Deutschland bzw. Großlitauen von Kleinlitauen trennt.


Mit Markus Roduner (Übersetzer des Werkes)
und Roland Begenat (Moderation).

Der Eintritt ist frei.
Diese Veranstaltung findet im Wallsaal statt.

Kooperationspartner: Landsmannschaft Ost- & Westpreußen e.V. und Buchhandlung GEIST.

Veranstaltungsdetails

Datum und Uhrzeit
Daten: 27.06.2019
18:00

Ort
Stadtbibliothek Bremen - Zentralbibliothek

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