Verleihung des 65. Bremer Literaturpreises

Feierliche Verleihung des mit 25.000 EUR dotierten 65. Bremer Literaturpreises an Arno Geiger für seinen Roman „Unter der Drachenwand“ und des Förderpreises an Heinz Helle für seinen Roman „Die Überwindung der Schwerkraft“ durch den Vorsitzenden der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung, Staatssekretär a.D. Michael Sieber.

Bild: Heribert Corn


Arno Geiger wurde 1968 in Bregenz, Vorarlberg, Österreich, geboren. Er lebt seit 1993 als freier Schriftsteller in Wien und Wolfurt. Arno Geiger wurde bereits vielfach ausgezeichnet.

Zum Buch: „Unter der Drachenwand“: Veit Kolbe verbringt ein paar Monate am Mondsee, unter der Drachenwand, und trifft hier zwei junge Frauen. Doch Veit ist Soldat auf Urlaub, in Russland verwundet. Was Margot und Margarete mit ihm teilen, ist seine Hoffnung, dass irgendwann wieder das Leben beginnt. Es ist 1944, der Weltkrieg verloren, doch wie lang dauert er noch? Arno Geiger erzählt von Veits Alpträumen, vom „Brasilianer“, der von der Rückkehr nach Rio de Janeiro träumt, von der seltsamen Normalität in diesem Dorf in Österreich – und von der Liebe. Ein Roman über den einzelnen Menschen und die Macht der Geschichte, über das Persönlichste und den Krieg, über die Toten und die Überlebenden.


Bild: Suhrkamp Verlag

Heinz Helle wurde 1978 in München geboren, studierte Philosophie in München und New York und ist Absolvent des Schweizerischen Literaturinstituts. Er lebt heute mit Frau und Kind in Zürich.

Zum Buch: „Die Überwindung der Schwerkraft“: Zwei Bier, und dann noch zwei – mehr braucht es nicht für etwas Nähe. Doch dass die Wärme des Alkohols nicht wirklich gegen die Kälte hilft, die draußen herrscht, wissen auch die beiden Brüder, die von Kneipe zu Kneipe ziehen. Der ältere trinkt längst ohne jeden Anlass, aus Trauer oder Wut. Und doch erzählt er dem jüngeren an diesem Abend nicht nur von Stalingrad und Marc Dutroux, sondern auch von seinem baldigen Vaterglück. Was beide nicht wissen: Es wird danach kein Wiedersehen geben. Was bleibt, sind die Erinnerungen an ihn und Fragen: Warum das Ganze? Was wollen wir auf der Welt? Und was genau soll das überhaupt sein, leben und sterben?


Begrüßung: Der Senator für Kultur, Bürgermeister Carsten Sieling

Laudationes:
Dr. Daniela Strigl (Arno Geiger)
Dr. Wiebke Porombka
(Heinz Helle)

Musik: Håkon Kornstad (u.a. Saxophon)
Mit freundlicher Unterstützung von jazzahead!

Veranstaltungsdetails

Datum und Uhrzeit
Daten: 28.01.2019
12:00

Ort
Bremer Rathaus

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