Teresa de Jesús : Vortrag mit Olvido García Valdés

Hommage an Teresa von Ávila

Vor 500 Jahren wurde Teresa von Ávila geboren. Obgleich später heilig gesprochen, stand sie zu Lebzeiten im Visier der Inquisition: Indem sie mit Gott redete wie mit einem Freund, verstieß sie gegen die Rollenauffassung von der Frau. Ihre lyrischen wie auch ihre erzählenden Texte zählen längst zur Weltliteratur und nehmen Erkenntnisse der modernen Psychologie voraus. Teresa von Ávila war aber auch von großer Tatkraft und eine Reformerin der Kirche. Olvido García Valdés nähert sich in ihrem Vortrag einer historischen Persönlichkeit, deren Ausstrahlung auf Kirche und Gesellschaft bis heute ungebrochen ist.

Wie kann man heutzutage die Bücher von Teresa von Ávila lesen? Wer war diese Frau, die oft krank war, in deren Texten wir ein Spanisch hören, dass nur mit dem des Quijotes vergleichbar ist, mit dem sie uns ihre intensiven Erfahrungen wie die von Juan de la Cruz erzählt, die gleichzeitig aber auch Klöster gründete und religiöse Reformen auslöste und sich mit der herrschenden machtvollen Oberschicht nicht nur der Kirche anlegte? Und das alles hat sie in ihren reiferen Jahren vollbracht, zwischen ihrem 45. und 67. Lebensjahr (das Alter, in dem sie starb).


Olvido García Valdés (a) Copyright Su Alonso & Inés  MarfulOlvido García Valdés (1950 in Asturien geboren), hat das lyrische Werk dieser Zeit von Teresa von Ávila zusammengefasst: „Esa polilla que delante de mí revolotea. Poesía reunida“ (1982-2008). Zudem verfasste sie  „Lo solo del animal“ (2012) und ist Autorin unzähliger Texte zu Poesie und Plastischer Kunst, wie auch eines  biografischen Essays „Teresa de Jesús“ (2001).

Foto: Copyright Su Alonso & Inés  Marful


Sprache: Spanisch

Der Eintritt ist frei.

Die Veranstaltung findet im Kultursaal des Instituto Cervantes Bremen statt.

Veranstaltungsdetails

Datum und Uhrzeit
Daten: 27.05.2015
18:00

Ort
Instituto Cervantes

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