Raum für Vermutungen: Gespräch mit Moritz Rinke und Dr. Dieter Bischop

Literatur trifft Wissenschaft

römische Kasserolle. Foto: Rainer Weber

Was fasziniert einen Schriftsteller, was einen Archäologen an einer römischen Kasserolle, gefunden am Weserstrand um 1885 bei Baggerarbeiten? Und wie sind ihre Arbeitsweisen, wie entstehen ihre Texte, was möchten sie als Vertreter zwei unterschiedlicher Disziplinen vielleicht auch voneinander wissen?

Axel Stiehler und Anne Schweisfurth sprechen mit dem Autor Moritz Rinke und dem Archäologen Dieter Bischop über ihre Arbeitsweisen, die Rolle von Vermutungen und darüber, was für eine persönliche Bedeutung die Beschäftigung mit einem Fundstück aus einer Zeit um Christi Geburt hat – vielleicht auch gerade zu Corona Zeiten? Beide Autoren lesen aus ihren sehr unterschiedlichen Texten.

Foto: Josha Jennessen

Moritz Rinke, Buchautor, Stückeschreiber und Schauspieler, liebt versunkene Objekte, wie er selber sagt und wie es in seinem in Worpswede spielenden Roman „Der Mann, der durch das Jahrhundert viel“ zu lesen ist. Moritz Rinke wuchs in Worpswede auf und lebt heute in Berlin. Sein Stück „Wir lieben und wissen nichts“ wurde 2012 uraufgeführt und mit über 50 Bühnen national und international zum erfolgreichsten deutschen Theaterstück der Gegenwart. Rinke ist offizieller Botschafter des SV Werder Bremen. Sein neuer Roman „Die Berührbaren“ erscheint im Sommer 2021. Aktuell fragt Moritz Rinke nach der Perspektive von Kultur und Kunst in einer Zeit, in der sich fast alles um die Bewältigung der Pandemie dreht.

Dieter Bischop ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Bremer Landesarchäologe, lebt in Bremen und ist fast täglich auf Grabungen in Bremen und Bremerhaven unterwegs. Er ist Experte für die Römerzeit, promovierte 1998 zum Thema „Die römische Kaiserzeit und frühe Völkerwanderungszeit zwischen Weser und Hunte“.  Seine wichtigen Funde sind u.a. 2007 ein Weserlastkahn aus dem 17. Jahrhundert entdeckt in der Beluga Baugrube, 2009 grub Dieter Bischop in der Innenstadt die bis dahin ältesten archäologischen Funde in Bremen aus, die auf das Jahr 829 datiert wurden. Zu seiner Arbeit gehört auch das Verfassen wissenschaftlicher Berichte, er ist u.a. Herausgeber des siebten Bandes der Bremer Archäologischen Blätter.

Nach dem Podium ist Gelegenheit, in der Ausstellung mit den Experten ins Gespräch zu kommen.


Eintritt: 7€ / 5€

Anmeldung unter 0421-303 82 79

Veranstaltungsdetails

Datum und Uhrzeit
Daten: 02.10.2020
18:00 - 19:30

Ort
Hafenmuseum - Speicher XI

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