»Punkt 11« mit Ludwig Baumann

30984-7_BAUMANN_Niemals_gegen_das_Gewissen_FINAL.indd»Niemals gegen das Gewissen«

Ludwig Baumann, geboren 1921, ist vielen als der letzte noch lebende Wehrmachtsdeserteur bekannt.

Mit 19 Jahren wurde Ludwig Baumann zur Kriegsmarine eingezogen, doch mit Hitlers Kampf wollte er nichts zu tun haben. Im Juni 1942 unternahm er gemeinsam mit einem Kameraden mithilfe französischer Résistance-Kämpfer einen Fluchtversuch, am 30. Juni 1942 wurde Baumann wegen Fahnenflucht zum Tode verurteilt. Davon, dass auf Einwirken seines Vaters hin seine Strafe in eine 12-jährige Haftstrafe abgewandelt wurde, erfuhr er erst nach Monaten voller Angst in der Todeszelle. Im April 1943 konnte er die Todeszelle endlich verlassen, kam ins KZ Esterwegen, dann ins Wehrmachtsgefängnis Torgau und wurde schließlich mit dem berüchtigten »Bewährungsbatallion 500« an die Ostfront geschickt.
All das hat Baumann überlebt. Sein Leiden endete jedoch nicht mit Kriegsende: Deserteure wie er galten noch lange als Verräter und Feiglinge. Baumann wurde zu einem wichtigen Protagonisten der Friedensbewegung, nie wieder sollen deutsche Soldaten Angst und Schrecken verbreiten.

Jüngst ist bei Herder unter dem Titel »Niemals gegen das Gewissen« seine Biographie erschienen. Baumann berichtet als ein ganz besonderer Zeitzeuge aus seinem bewegten Leben: von seinen Erlebnissen im Weltkrieg, seiner Desertion und den Anfeindungen, denen er als Deserteur und Friedensaktivist in der Zeit nach dem Krieg ausgesetzt war.

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Eintritt frei

Veranstaltungsdetails

Datum und Uhrzeit
Daten: 09.08.2014
10:00

Ort
Stadtbibliothek Bremen - Zweigstelle Vegesack

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