„Pariser Tagebuch 1942-1944“ Hélène Berr

Noch im April 1942 beschreibt die Literaturstudentin Hélène in ihrem Tagebuch Paris als Stadt der Lebensfreude. Im Juni bereits muss sie den Judenstern tragen, ihr Vater wird festgenommen, und sie beendet ihre Aufzeichnungen. Als sie das Tagebuch 1943 fortsetzt, legt sie Zeugnis ab vom grassierenden Antisemitismus und von dem Unrecht, das während der deutschen Besatzung geschieht. Hélène Berr steht internierten Juden und ihren Angehörigen bei. Sie schwebt in Gefahr, aber sie will nicht fliehen. In seinem Vorwort vergleicht Patrick Modiano Hélène Berr mit Simone Weil und Katherine Mansfield. Ihr Tagebuch gehört zu den bedeutendsten Zeugnissen der Shoa in Frankreich.

Es lesen Frauke Röhrs, Maria Anna Stommel, musikalisch begleitet von Enno Popken am Saxophon. Eingeführt wird die Veranstaltung, an die sich ein Imbiss mit Getränken anschließt, von Pastor Stephan Klimm.


Eintritt frei

Veranstaltungsdetails

Datum und Uhrzeit
Daten: 31.01.2020
19:00

Ort
Kirchengemeinde Horn

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