Nimm einen Löffel und koste!

cover_vishniou_BrennesselhausLesung aus dem Roman ›Das Brennesselhaus‹

Mit dem Autor Zmicier Vishniou (Minsk) und der Übersetzerin Martina Jakobson.

Safa Burschtyn, der seit seiner Geburt auf dem elterlichen Sofa die Welt “kopfüber entdeckte und deshalb Schriftsteller wurde”, verdient sich seinen Lebensunterhalt mit dem Malen pseudo- stalinistischer Ölgemälde. Er lebt in Minsk, bis Seltsames geschieht: Ein Handwerker gräbt einen Tunnel durch seine Wohnung, seine Freundin Natascha entführt ihn in die mythischen Sümpfe der weißrussischen Sprache, die Kaktusmafia lässt den Gemüsegarten der Großeltern zuwuchern, ein gelber Garten- zwerg überwacht Safa gleich einem Angehörigen des Geheimdienstes – ob real oder virtuell, jede dieser Gestalten unternimmt den Versuch, Safa davon abzuhalten, seinen Roman zu schreiben. Safa landet schließlich im Künstlerhaus “Tacheles” in Berlin inmitten von Freaks, Performern, Kunsthändlern, Literaturagenten und schrägen Typen. Geheime Drahtzieherin und literarische Metaebene des Romans ist eine schräge weißrussische Großmutter, die in wandelbarer Gestalt als Literaturkritikerin oder Lebensberaterin mit moralischen Ansprüchen das Geschehene kommentiert und vorantreibt. Eine surreale, hochkomische und überaus unterhaltsame Tour de Force durch die weißrussische Seele.

Luxbooks Verlag | Januar 2014 | 300 S. | 22,80 € | ISBN 978-3939557081


Im Anschluss: Gespräch über die gegenwärtige Literatur-und Kunstszene in Belarus, bei dem eine ›virtuelle Brennesselsuppe‹ ausgeteilt wird.

Veranstalter: Forschungsstelle Osteuropa, Heinrich-Böll-Stiftung Bremen und Exil-PEN

In Kooperation mit dem Bremer Literaturkontor. Mit freundlicher Unterstützung des kesselman-verlags.


Die Lesung findet in der Villa Ichon in Raum 5 statt.

 

Veranstaltungsdetails

Datum und Uhrzeit
Daten: 12.11.2014
19:00

Ort
Villa Ichon

Kategorie(n)