Mehmet Daimagüler: Empörung reicht nicht!

Hat unser Sicherheitsapparat die lückenlose Aufklärung der NSU-Mordserie verhindert? Trägt auch der Verfassungsschutz Verantwortung für die Verbrechen der Neonazis? Und haben Polizeibehörden jahrelang in eine falsche Richtung ermittelt, weil ihr Denken zum Teil rassistisch durchsetzt ist? Diese und andere Fragen thematisiert Mehmet Daimagüler, Opferanwalt der Nebenklage, in seinem Plädoyer zum NSU-Prozess. Sein Fazit: Unser Staat hat versagt. Mit seinem Buch appelliert Daimagüler an uns alle, unsere Demokratie nicht für selbstverständlich zu nehmen, sondern sie gegen Hass und Extremismus zu verteidigen.

Was ist das Urteil im ersten NSU-Prozess wert, wenn die Hintergründe der Mordserie nicht lückenlos aufgeklärt werden? Wenn die Opfer das Vertrauen in den Staat verloren haben? Daimagüler richtet die Frage, wie wir miteinander leben wollen, wie Gerechtigkeit verhandelt wird und was „Deutsch-Sein“ heute bedeutet an uns alle statt an den Staat.


Moderation: Hannah Zimmermann
Ort: Literaturbühne
Die Veranstaltung findet im Zuge des Dreizehn° Festivals statt.

Veranstaltungsdetails

Datum und Uhrzeit
Daten: 31.08.2018
19:00

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