Literatur und Digitalität – eine Zukunft zwischen Buch und Netz?

Mit Nora Bossong, Bas Böttcher, Nikolas Hoppe und Jens Laloire

Das 21. Jahrhundert bringt aufregende und tiefgreifende Veränderungen für den Literaturbetrieb mit sich. Das virtuelle Literaturhaus Bremen arbeitet seit 10 Jahren erfolgreich an der Schnittstelle zwischen Literatur und Digitalen Medien. Aus diesem Anlass werden sich am 17. November ab 19:00 Uhr vier Autorinnen und Autoren im großen Lesegarten der Zentralbibliothek mit Webscreens und Kurzlesungen auf einem Podium der zentralen Frage stellen, wie die Zukunft der Literatur zwischen Buch und Netz aussehen wird. Mit dabei sind: Nora Bossong, Bas Böttcher, Nikolas Hoppe und Jens Laloire.Literaturhaus Einladungskarte vorn

Alle eingeladenen Autoren haben ihre Wurzeln in Bremen. Was die vier Schriftsteller noch eint: sie wurden vom virtuellen Literaturhaus mit der Bremer Netzresidenz für ihre herausragenden digitalen Literaturprojekte ausgezeichnet.


17. November 2015 | 19:00 Uhr

Lesegarten der Zentralbibliothek | Am Wall 201 |28195 Bremen

Wir danken dem Senator für Kultur und der Stadtbibliothek Bremen für die freundliche Unterstützung der Veranstaltung.

Eröffnung des Abends: Carmen Emigholz, Staatsrätin für Kultur

Zum Programm:

Poetenplanet
Erste öffentliche Präsentation eines Lyrikservers für junge Poeten.
Mit Bas Böttcher
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Bas Böttcher, 1974 in Bremen geboren. Im Zentrum seiner Arbeit steht das gesprochene Wort. Beeinflusst hat ihn dabei Spoken-Word-Poesie. In der deutschsprachigen Gegenwartslyrik steht der Name Bas Böttcher exemplarisch für die lebendige Szene der Lesebühnen und Poetry Slams. 2014 veröffentlichte er zusammen mit Wolfgang Hogekamp „Die Poetry Slam Fibel“, das umfangreichste Poetry-Slam-Kompendium der letzten Jahre. Als reisender Dichter und Rezitator ist Bas Böttcher weltweit auf Tournee. Foto Bas Böttcher: David Konecny
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Bremen – Kampala
Eine Kurzperformance in Bildern und Texten.
Mit Nikolas Hoppe, Jens Laloire und Nora Bossong.

Sarah Ablett (copyright)_1024Nikolas Hoppe, 1986 in Bremen geboren. Master ›Literarisches Schreiben‹ an der Universität Hildesheim. Mitherausgeber der Literaturzeitschrift BELLA triste. Für seine Prosa erhielt Nikolas Hoppe 2009 das Bremer Autorenstipendium sowie 2013 das Arbeitsstipendium des Landes Niedersachsens. 2010 war er Teilnehmer des 14. Klagenfurter Literaturkurses beim Ingeborg Bachmann Preis. 2014 Auszeichnung mit der Bremer Netzresidenz für das digitale Literaturprojekt „Bremen-Kampala. Schreiben transkulturellen Raum.“
Foto Nikolas Hoppe: Sarah Ablett


Pressefoto_LW_Jens_Laloire_vo n_Victor_Ströver_nordsign_1024Jens Laloire, 1978 in Twistringen geboren. Studium der Philosophie, Germanistik und Geschichte in Essen und Bremen. Arbeitet er als freiberuflicher Dozent, Autor und Moderator in Bremen. Als Kulturjournalist schreibt er für verschiedene Printmedien und präsentiert im Rahmen der Reihe ›Laloire schlägt auf‹ das Werk deutschsprachiger Gegenwartsautoren. Lehraufträge für Kreatives Schreiben an der Universität Bremen. Auszeichnung mit der Bremer Netzresidenz zusammen mit Nora Bossong und Nikolas Hoppe.
Foto Jens Laloire: Victor Ströver

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36, 9 °C
Nora Bossong liest aus ihrem neuen Roman. Hanser Verlag, 2015.
Nora Bossong 2015

Nora Bossong, 1982 in Bremen geboren, studierte in Berlin, Leipzig und Rom Philosophie und Komparatistik. Zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen für ihre Lyrikbände und Romane. Nora Bossong lebt in Berlin. Bei Hanser erschien zuletzt der Roman „Gesellschaft mit beschränkter Haftung“(2012).Heute Abend liest sie aus ihrem neuen Roman.

Foto Nora Bossong: Peter-Andreas Hassiepen

Bossong_24898_MR1.inddZum Roman: Anton Stövers Ehe ist zerbrochen, seine Affären sind vorbei, als Wissenschaftler ist er in der Sackgasse. Er will in Rom über Antonio Gramsci, die prägende Gestalt des italienischen Kommunismus, forschen. Dort begegnet er einer jungen Frau, in die er sich obsessiv verliebt. Währenddessen beschäftigt er sich weiter mit der Vergangenheit: Der gebrechliche, fieberkranke Gramsci erholt sich in einem sowjetischen Sanatorium. Er soll Italien vor der Machtübernahme durch Mussolini bewahren, doch stattdessen verliebt er sich in eine russische Genossin. Nora Bossong erzählt mit feinem Sinn für das Absurde vom Konflikt zwischen den großen Gefühlen für einen Menschen und dem Kampf für eine große Sache.

>> 5 Fragen an Nora Bossong


Mit dieser Veranstaltung möchte das virtuelle Literaturhaus Bremen das Gespräch um neue Möglichkeiten der Produktion, Rezeption und Verbreitung von Literatur fortführen. Als Produktionsstätte für Literatur erhält die Bremer Einrichtung mit digitalen und transnationalen Projekten internationale Aufmerksamkeit. Das virtuelle Literaturhaus Bremen ist ein gemeinnütziger Verein und arbeitet seit 2005 an der Schnittstelle zwischen Literatur und Digitalen Medien. Seit 2008 ist das Landesportal für Literatur „Ausgewählter Ort im Land der Ideen“ und gehört seit 2009 zu den sieben Bremer Projekten, die als „weltbeweger“ der Berliner Stiftung „Bürgermut“ ausgezeichnet wurden. Seit 2006 vergibt das virtuelle Literaturhaus einmal im Jahr die Auszeichnung „Bremer Netzresidenz“ an junge Autorinnen und Autoren für herausragende literarische Onlineprojekte. 2012 Finalist im MIXED UP- Bundeswettbewerb für Kooperationen zwischen Kultur und Schule. Seit 2014 Realisierung des „Bremer Schulhausromans“ in Kooperation mit Bremer Oberschulen.

Moderation: Dr. Silke Behl, Vorsitzende des virtuellen Literaturhauses Bremen

Büchertisch: Buchhandlung Leuwer

Der Eintritt ist frei

Kontakt: Literaturhaus Bremen – Villa Ichon – Heike Müller – Am Goetheplatz 4 – 28203 Bremen – T: 0421-2581808, heike.mueller@literaturhaus-bremen.de

Veranstaltungsdetails

Datum und Uhrzeit
Daten: 17.11.2015
18:00

Ort
Stadtbibliothek Bremen - Zentralbibliothek

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