Dogan Akhanli: Madonnas letzter Traum

Buchvorstellung mit dem Goethe-Medaille-Preisträger Doğan Akhanlı

Zum Autor: Doğan Akhanlı, 1957 in der Türkei geboren, hat zahlreiche Romane und ein Theaterstück verfasst. „Die Tage ohne Vater” (dt. 2016) und „Madonnas letzter Traum” (türk. 2005) wurden zu den wichtigsten Romanveröffentlichungen der Türkei gewählt. 2013 erhielt er den Pfarrer-Georg-Fritze Preis in Köln, 2018 den Europäischen Toleranzpreis in Österreich. 1991 musste Akhanlı aus der Türkei fliehen und kam als politischer Flüchtling nach Deutschland. Seit 1992 lebt er in Köln. Sein Kernthema ist die Auseinandersetzung mit den Genoziden des 20. Jahrhunderts. Aufgrund seiner politischen Haltung war er mehrfach in der Türkei inhaftiert; zuletzt wurde er 2017 in Spanien aufgrund eines türkischen Haftbefehls festgenommen und schrieb darüber das Buch „Verhaftung in Granada“. Heute ist Doğan Akhanlı ein mehrfach ausgezeichneter Schriftsteller und Menschenrechtler.

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Zum Buch: Doğan Akhanlı greift in Madonnas letzter Traum die Novelle Madonna im Pelzmantel des türkischen Dichters Sabahattin Ali auf und schreibt sie neu. Akhanlı macht Ali selbst zur Romanfigur. Auf seinem Weg ins Exil wird er 1948 von Angehörigen des türkischen Geheimdienstes getötet. Unmittelbar vor seinem Ableben gesteht er, Maria Puder sei in Wirklichkeit anders gestorben als in seiner Novelle. Madonnas letzter Traum ist der Versuch, die wahre Geschichte des Lebens und Todes von Maria Puder in der NS-Zeit zu entdecken. Der Roman verwebt fiktionale Elemente mit wahren historischen Ereignissen.

Die Buchvorstellung mit anschließender Diskussionsrunde findet im Foyer des Bremer Theaters statt. Moderation: Silke Behl


Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Sujet Verlag, dem Theater Bremen, dem Literaturhaus Bremen und der Heinrich-Böll-Stiftung statt. Präsentiert von Cosmo.

 

 


Eintritt: 5.- €

Veranstaltungsdetails

Datum und Uhrzeit
Daten: 03.09.2019
19:00

Ort
Theater Bremen

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