Lesung: „Neue Räume, neues Leben“

Das Literaturfest Niedersachsen steht in diesem Jahr unter dem Thema „Raum“. Räume verändern sich – durch jene Menschen, die in ihnen leben und jene, die in ihnen eine neue Heimat finden wollen. Und durch den Umgang mit eben diesen Heimatsuchenden. Während der Lesung im Deutschen Auswandererhaus werden sich die drei Autoren Emilia Smechowski, Olga Grjasnowa und Sherko Fatah diesen Aspekten widmen. In ihren Romanen beleuchten die drei Schriftsteller die Frage, wie es ist als Migrant in einem fremden Land zu leben.

Grjasnowa_Olga_Fietzek_1024Olga Grjasnowa (Foto: René Fietzek), geboren 1984 in Baku, Aserbaidschan, wuchs im Kaukasus auf. Längere Auslandsaufenthalte in Polen, Russland und Israel. Absolventin des Deutschen Literaturinstituts Leipzig. 2011 erhielt sie das Grenzgänger-Stipendium der Robert Bosch Stiftung. Derzeit studiert sie Tanzwissenschaften an der FU Berlin. Für ihren vielbeachteten Debütroman Der Russe ist einer, der Birken liebt wurde sie zuletzt 2012 mit dem Klaus-Michael Kühne-Preis und Anna Seghers-Preis ausgezeichnet.

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Sherko Fatah (Foto: Jens Oellermann) wurde 1964 in Ost-Berlin als Sohn eines irakischen Kurden und einer Deutschen geboren. Er wuchs in der DDR auf und siedelte 1975 mit seiner Familie über Wien nach  West-Berlin über. Hier studierte er Philosophie und Kunstgeschichte. Für sein erzählerisches Werk hat er zahlreiche Auszeichnungen erhalten, u. a. den „Aspekte Literaturpreis“ und den „Hilde-Domin-Preis für Literatur im Exil“. Er wurde mehrfach für den Preis der Leipziger Buchmesse (2008 mit Das dunkle Schiff, 2012 mit Ein weißes Land) nominiert und mit Das dunkle Schiff auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises 2008 gewählt.

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Emilia Smechowski (Foto: Linda Rosa Saal), 1983 in Polen geboren, floh mit ihrer Familie 1988 nach Westberlin. Sie studierte Operngesang und Romanistik in Berlin und Rom, bis sie im Journalismus landete. Sie war Redakteurin der tageszeitung und arbeitet heute als freie Autorin und Reporterin, u. a. für Geo, Süddeutsche Zeitung und Die Zeit. Ihr Essay über die unsichtbaren Polen wurde mit dem Deutschen Reporterpreis, dem Konrad-Duden-Journalistenpreis und dem Deutsch-Polnischen Tadeusz-Mazowiecki-Journalistenpreis ausgezeichnet.

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Moderiert von NDR Kultur-Redakteur Joachim Diecks folgen die Autoren ihren Protagonisten in ein Leben, das nicht immer hält, was es zunächst verspricht.


Telefonische Anmeldung erwünscht: 0471 7 90 22 0 – 0.

Preise: 15,00 € p. P. (ermäßigt 10,00 € p. P.). Tickets sind im Vorverkauf ab 14.07.017 an der Museumskasse, in teilnehmenden Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse erhältlich.

Weitere Informationen erhalten Sie hier sowie auf der Seite des Literaturfestes Niedersachsen.

Veranstaltungsdetails

Datum und Uhrzeit
Daten: 12.09.2017
18:30

Ort
Deutsches Auswandererhaus

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