Lesung für Ashraf Fayadh

mit Siegfried Maschek (Schauspieler) und Irmgard Laaf (AI)

Der Dichter und Künstler Ashraf Fayadh ist wegen Abfalls vom Glauben in Saudi-Arabien zum Tode verurteilt worden. Er hatte weder während seiner Haft noch während des Gerichtsverfahrens Zugang zu einem Rechtsbeistand. Amnesty International betrachtet Ashraf Fayadh als gewaltlosen politischen Gefangenen und fordert seine sofortige Freilassung. Das internationale literaturfestival berlin hat für den 14. Januar 2016 zu einem Worldwide Reading von Gedichten und Texten zugunsten von Ashraf Fayadh aufgerufen. Auch in Bremen findet für ihn in der Villa Ichon eine Lesung statt.

Ein Appell an Großbritannien und die Vereinigten Staaten für Menschenrechte

imageFayadh ist eine Schlüsselfigur in der Vermittlung zeitgenössischer Kunst aus Saudi-Arabien für ein weltweites Publikum. Chris Dercon, der Direktor der Tate Modern und ein Freund des Dichters, hat ihn als „jemand beschrieben, der freimütig und mutig ist.” Zusätzlich zur Verleugnung des Islams wird Fayadh auch der Blasphemie und der Förderung des Atheismus in seiner 2008 veröffentlichten Gedichtsammlung Anweisungen von Innen angeklagt. Fayadh hat dagegen versichert, dass die Gedichte „allein von mir als Flüchtling aus Palästina handeln … über kulturelle und philosophische Probleme. Aber religiöse Extremisten haben es als zerstörerische Ideen gegen Gott gewertet.”

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Die Lesung findet in Raum 5 der Villa Ichon statt.

Veranstaltungsdetails

Datum und Uhrzeit
Daten: 14.01.2016
18:00

Ort
Villa Ichon

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