Iranische Abende: Fariba Vafi und Nava Ebrahimi

Zum Buch von Fariba Vafi: Für die iranische Krankenschwester Scholeh bricht eine Welt zusammen, als Mehrdad, ihre große Liebe, eine arrangierte Ehe eingeht. Ihr Schmerz ist überwältigend, ohne Lebensfreude schwankt sie zwischen Eifersucht, Hass und Erschöpfung. Wie viel besser geht es Scholehs Schwester Schiwa, die mit Djawid verheiratet ist und zwei Kinder hat. Schiwas Ehe ist stabil, getragen von einer unaufgeregten Liebe. Nachdem sie zu ihrer Schwester geflüchtet ist, beginnt sie, die Zufriedenheit der anderen zu hinterfragen: Ist Schiwa mit ihrem Mann glücklich? Hat Djawid größere Träume als eine Familie? Was bedeuten Intimität, Ehebruch und Autoritätskritik?
„Der Traum von Tibet“ wurde aus dem Farsi ins Deutsche übersetzt von Jutta Himmelreich.

Foto: Markaz

Fariba Vafi, 1962 in Tabriz, der Hauptstadt der Provinz Ost-Azerbaidjan im Nordwestiran geboren. Sie lebt derzeit in Teheran und zählt zu den beliebtesten zeitgenössischen Autorinnen Irans. Iranische Kritiker verorten sie unter den Top 10 der modernen Schriftsteller des Landes. Sie wurde mit dem renommierten Huschang-Golschiri-Preis sowie dem Yalda-Preis ausgezeichnet, außerdem erhielt sie 2017 den LiBeraturpreis für ihr Werk Tarlan.

 

»Salam, hier schreibt Ali-Reza. Ich kannte ihre Mutter gut und verfüge über einen Brief, den ich Ihnen überreichen soll. Es ist wichtig. Für Sie mindestens so sehr wie für mich.«

Zum Buch von Nava Ebrahimi: Ali Najjar glaubt, seine Vergangenheit weit hinter sich gelassen zu haben. Er ist längst in Deutschland angekommen, als Produktdesigner erfolgreich. Der Iran, Teheran, seine Familie sind für ihn eine fremde Welt. Dann erreicht ihn die Nachricht eines Unbekannten. Und alles, woran er bislang festgehalten hat, gerät ins Wanken.

»Du trägst keine Schuld, und du trägst sie doch. Ich schätze, das heißt es, zu leben.«

Nava Ebrahimi, 1978 in Teheran geboren, zählt zu den aufregendsten Stimmen der deutschsprachigen Literatur. Für ihren ersten Roman »Sechzehn Wörter« wurde sie mit dem Österreichischen Buchpreis, Kategorie Debüt, sowie dem Morgenstern-Preis ausgezeichnet. Nava Ebrahimi studierte Journalismus und Volkswirtschaftslehre in Köln und arbeitete als Redakteurin bei der Financial Times Deutschland sowie der Kölner Stadtrevue. Sie war Finalistin des Open Mike und Teilnehmerin an der Bayerischen Akademie des Schreibens. Nava Ebrahimi lebt mit ihrer Familie in Graz.

Fariba Vafi und Nava Ebrahimi lesen bei den Iranischen Abenden aus ihren Büchern, moderiert von Silke Behl. Dabei wird Fariba Vafi auf Farsi lesen, während Jutta Himmelreich übersetzt.


Eintritt: 13€/9€
Den Veranstaltungen liegt ein Hygienekonzept zugrunde und es herrscht Maskenpflicht!

Veranstaltungsdetails

Datum und Uhrzeit
Daten: 17.11.2020
19:00

Ort
Kulturkirche St. Stephani

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