In die Ferne schweifen… Reisen beglückt! Oder?

Musikalische Matinée mit poetischen und prosaischen Texten

Man reist nicht, um anzukommen,
sondern um zu reisen.
Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832)

Reisen heißt to rise und handelt vom Aufstehen, sich erheben. R e i s e n … wir hören die Zeit, die es braucht, langsam zu sprechen, um es zu verstehen. Reisen bedeutet immer wieder Aufbruch, benötigt Tatkraft, braucht Achtsamkeit und kann schließlich zu Veränderungen führen. Reisen heißt sich aufmachen, aufbrechen, zurückschauen, Grenzen überwinden, sich Neuem öffnen. Innehalten auf Reisen, wenn wir in die Ferne schweifen, ist wichtig. Reisen will gelernt sein. Viele werden durch die Sehnsucht getrieben, entweder auf ihrer inneren Landkarte zu reisen oder wirklich neue Wege zu suchen, zu erkunden, zu bereisen. Reisen und Schreiben haben ähnliche Wurzeln. Auch im Schreiben liegt die Sehnsucht etwas Neues zu entdecken: Neue Lebensfragen und Antworten zu finden, andere Motive, Perspektiven zu erkennen und vielleicht einen neuen Lebensstil. Leben ist Reisen und Reisen ist Leben. Reiseleben und Lebensreise, Vergangenes mit Gegenwärtigem zu verknüpfen. So ist Reisen gleichsam ein Blick in die Vergangenheit, ein uns selbst näher kommen und verstehen können früherer Lebensphasen, um die Zukunft zu erspüren. Jedes Land, ja jede Region, jeder Ort und jede Landschaft präsentieren eine spezifische Schönheit, die auf uns einwirkt, und hält überraschende Möglichkeiten vor, wenn wir sie entdecken. Das können Bilder und Gerüche sein, die uns entweder neu vorkommen oder die wir von woanders her schon kennen, oder Geräusche und auch das Klima. Baustile überraschen bisweilen oder die Stoffe, aus denen die traditionellen Kleider der Leute gefertigt werden. Grenzen überschreiten bedeutet, einer Fremdheit zu begegnen und mit Unterschieden umgehen zu müssen. Es wird sie immer geben, die Grenzen, die Überschreitungen, die Fremden und das Fremde, die Unterschiede, die sich manchmal unverhofft zeigen.

Bremer/innen des VS*-Verbandes deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller Béatrice Hecht-El Minshawi, Rudolph Bauer, Inge Buck, Martina Burandt lesen eigene Texte über das Reisen: über
• Sehnsucht, Aufbruch und Grenzüberschreitung
• Städtebilder und Landschaften
• Lebensreise und Ankunft

Vivienne und Band spielen dazu Bossa, Soul, Jazz, Worldmusic.


*Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller

Veranstaltungsdetails

Datum und Uhrzeit
Daten: 09.12.2018
11:30

Ort
Villa Sponte

Kategorie(n)