»Heimatlos – Friedlich und die langen Schatten von Krieg und Vertreibung«

Im niedersächsischen Grenzdurchgangslager Friedland querten Millionen Menschen – Vertriebene, Kriegsgefangene, Aussiedler – die innerdeutsche Grenze von Ost nach West. Das Lager bedeutete für alle Eintreffenden ein Durchatmen, aber auch Abschied und Endgültigkeit … Autor Christopher Spatz erzählt von dem entscheidenden Moment des Weltenwechsels und den Facetten der Heimatlosigkeit. Untermalt wird der Vortrag mit zahlreichen, bisher unveröffentlichten Aufnahmen des Fotoreporters Fritz Paul. Dazu berichtet sein Sohn, Dr. Christian Paul, welche Erlebnisse seinen in Masuren geborenen Vater geprägt haben. Koop: Landsmannschaft Ost- & Westpreußen e.V., Buchhandlung GEIST und Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Christopher Spatz, 1982 in Bremen geboren. Nach dem Studium der Geschichte und Germanistik promovierte er 2015 an der Berliner Humboldt-Universität zur Identität der ostpreußischen Wolfskinder. Er hat für die Bundesstiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung gearbeitet und die erfolgreiche Kampagne der Gesellschaft für bedrohte Völker zur Entschädigung der Wolfskinder durch die Bundesrepublik wissenschaftlich begleitet. Im Ellert & Richter Verlag ist von ihm bereits „Nur der Himmel blieb derselbe. Ostpreußens Hungerkinder erzählen vom Überleben“ erschienen.

Veranstaltungsdetails

Datum und Uhrzeit
Daten: 13.02.2020
18:00

Ort
Stadtbibliothek Bremen - Zentralbibliothek

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