Happy Birthday, Oscar Wilde!

Zum 160. Geburtstag: Das Bildnis des Dorian Gray

logo_LeseArt200x150Der einzige Roman Oscar Wildes spielt neu mit den faustischen Verführungen und den Folgen des Verzichts auf jegliche Moral. Er lebt von seinen sarkastischen Dialogen mit denen er „by the way“ auch den gesellschaftlichen Umgang in den höheren Kreisen der englischen Gesellschaft des 19. Jahrhunderts genüsslich vorführt. Wilde schildert die Geschichte eines ebenso hübschen wie eitlen jungen Mannes, dem seine Schönheit durch sein Bildnis bewusst geworden ist. Er lässt sich – hierdurch versucht – auf den diabolischen Handel ein, seine Jugend zu behalten und dafür sein Bildnis altern zu lassen. Es ist ein Spiel zwischen Schönheit und Sittlichkeit, Kunst und Leben, Tod und Vergänglichkeit. Angetrieben und missbraucht wird er darin durch Lord Henry Wotton, der sich Einfluss auf Dorian verschafft, der ihn zu ausschweifendem lustbetonten Leben, dem Hinwegsetzen über moralische Bedenken und gesellschaftliche Konventionen verführt. Hierdurch verstrickt dieser sich immer stärker in amoralisches und kriminelles Handeln, das sich ausschließlich im Ausdruck seines Bildnisses wiederfindet, mit dem er fortan konfrontiert ist. Schließlich erträgt er den Anblick nicht mehr und versucht sein Portrait zu zerstören.

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Cornelius Kopf-Finke ist als Sozialpädagoge beim städtischen Träger KiTa Bremen beschäftigt und dort Initiator eines Poetik Forums. Er ist außerdem Mitglied des Literarischen Quartiers in Bremen.

Foto: LESE-Art

Veranstaltungsdetails

Datum und Uhrzeit
Daten: 16.10.2014
18:30

Ort
LeseArt im swb-Kundencenter

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