Habib Tengour: „Der Alte vom Berge“

Lesung und Diskussion mit Habib Tengour und Dr. Redouane Belakhdar

Habib Tengour, in Algerien geboren, floh 1958 ins Exil nach Frankreich. In Paris studierte er Soziologie und schreibt heute poetische Prosa, Essays und Theaterstücke. Als Autor der zweiten Migrantengeneration gilt Tengour als Vertreter einer écriture nomade, die dem kulturellen Gedächtnis Algeriens im Fadenkreuz west-östlicher Einflüsse nachspürt. Und natürlich auch der algerischen Exil-Identität, die mit Beginn der 1990er, seit seiner Rückkehr nach Paris, mehr denn je in den Fokus seines Interesses rückt. 2016 erhielt er den Dante-Preis der europäischen Union für sein Gesamtwerk.

Er gilt als „eine der kraftvollsten und phantasievollsten dichterischen Stimmen des postkolonialen frankophonen Maghreb“ (Pierre Joris)

In seinem Roman „Der Alte vom Berge“, aus dem Habib Tengour lesen wird, spürt er dem religiösen Totalitarismus in Algerien nach und fragt nach der Verantwortung des Intellektuellen gegenüber Krieg, Korruption und ideologischer Verhärtung.

Im Anschluss an die Lesung findet eine Diskussion mit Dr. Redouane Belakhdar unter der Moderation von Schirin Nowrousian über algerische Gegenwartsgeschichte sowie die aktuelle politische Situation in Algerien statt.

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Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Sujet Verlag, dem Institut français, der Rosa Luxemburgstiftung und yedd — deutsch-algerische Kultur E.V. statt.

Eintritt frei.

Veranstaltungsdetails

Datum und Uhrzeit
Daten: 05.12.2019
19:00

Ort
Institut français

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