globale°: Irene Dische „Schwarz und Weiß“

Es beginnt als Liebesgeschichte. Im New York der frühen 70er Jahre, schick, mondän, künstlich zerrissen: „Das ist unsere Vatikanstadt, vierhunderttausend Quadratmeter größer als das Original und näher zu Gott, was die Höhe angeht. “ Weltoffen und kleinbürgerlich zugleich. Hier werden Lili und Duke ein Paar: Sie, die Tochter einer weißen jüdischen Intellektuellenfamilie und er, der schwarze junge Mann aus dem Süden. Sie leben eine Liebe, die verheerende Zerstörung in Kauf nimmt. Während Duke zu einem gefeierten Weinexperten avanciert, wird die verträumte Lili als Model entdeckt. Ihr gemeinsames Leben entwickelt sich schnell zu einem rasanten Auf und Ab, voller Möglichkeiten, Verführungen, Rückschläge. Ihre Liebe scheint jedoch unzerbrechlich. Beide verlassen sich aufeinander, doch hinter Lilis Schönheit, ihrem Charme, ihrer Klugheit und Raffinesse, verbirgt sich nicht zuletzt eine mörderische Wut, die alles und jeden zu verschlingen droht. Ein Roman, der große Fragen stellt, ohne sich der Illusion auf Antworten hinzugeben.

Foto: Max-Lautenschläger

Irene Dische wurde im »Vierten Reich«, einem deutsch-jüdischen Emigrantenviertel in New York City, geboren. Deutsch ist ihre Muttersprache. Ihr Vater, ein renommierter Wissenschaftler, stammt aus Galizien; ihre Mutter, 1939 aus Deutschland immigiert, war während der frühen sechziger Jahre Stellvertretende Obergerichtsmedizinerin von New York. Sie studierte in Harvard und lebt seit den achtziger Jahren vorwiegend in Berlin sowie in Rhinebeck/USA.


Eintritt: 10€
Moderation: Elke Schlinsog
Die Veranstaltung findet im Rahmen des Schwerpunkts Krieg und Frieden im Kleinen Haus des Theaters statt.

Veranstaltungsdetails

Datum und Uhrzeit
Daten: 03.11.2018
20:00

Ort
Theater Bremen

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