globale: Boualem Sansal – Der Zug nach Erlingen oder die Verwandlung Gottes

Eine von einem unbekannten Feind belagerte deutsche Stadt ist die Szenerie, vor der Boualem Sansals letzter Roman einsetzt. Literarisch vielschichtig rollt er im Briefwechsel zwischen Ute von Ebert und ihrer Tochter die Geschichte des Aufbaus und Zusammenbruchs eines imperialen Wirtschaftsunternehmens auf. Auf einer zweiten Ebene geht es um eine pensionierte, in Bremen lebende französische Lehrerin, die in den Strudel der islamistischen Attentate vom November 2015 gerät. In welcher Beziehung stand sie zu Ute von Ebert? Deren Tochter macht sich auf, dies herauszufinden.

Foto: Roger von Heereman

Boualem Sansal, geboren 1949, ist Ingenieur und Ökonom und war bis zu seiner Entlassung im Frühjahr 2003 Direktor des algerischen Industrieministeriums. In Frankreich, wo Sansal für seine Romane vielfach ausgezeichnet wurde, gilt er als einer der bedeutendsten zeitgenössischen Schriftsteller. Trotz der durch Angriffe auf die Regierung bedingten Gefährdung lebt Sansal noch immer in Algerien. Im Herbst 2011 wurde Boualem Sansal mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet.

Bei der globale° 2020 liest Boualem Sansal aus seinem Buch moderiert von Elisabeth Arend.


Sprache: französisch

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In Kooperation mit dem Institut franҫais Bremen.

Veranstaltungsdetails

Datum und Uhrzeit
Daten: 02.11.2020
20:00 - 21:00

Ort
Institut français

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