Globale° 2015: Olga Grjasnowa und Dimitrij Wall

Moderation: Katrin Krämer

juristische unschärfeZum Buch: Leyla wollte immer nur eins: Tanzen. Doch nach einem Unfall muss sie das Bolschoi-Theater in Moskau verlassen. Altay ist Psychiater. Nachdem sich seine große Liebe umgebracht hat, lässt er keinen Mann mehr an sich heran. Altay und Leyla führen eine Scheinehe, um ihre Familien ruhig zu stellen. Als die beiden mit Mitte zwanzig in Berlin von vorne anfangen, tritt Jonoun in ihr Leben. Olga Grjasnowa erzählt von zwei Frauen und einem Mann, die von der Liebe träumen, aber auch nicht wissen, wie man mit der Liebe lebt. Eine rasante Dreiecksgeschichte und ein ungeheuer direkt erzählter Roman über Glück und Unglück in einer Zeit, da alles möglich scheint.

 

Olga Grjasnowa (Foto: René Fietzek), Grjasnowa_Olga_Fietzek_1024geboren 1984 in Baku, Aserbaidschan, wuchs im Kaukasus auf. Längere Auslandsaufenthalte in Polen, Russland und Israel. Absolventin des Deutschen Literaturinstituts Leipzig. 2011 erhielt sie das Grenzgänger-Stipendium der Robert Bosch Stiftung. Derzeit studiert sie Tanzwissenschaften an der FU Berlin. Für ihren vielbeachteten Debütroman Der Russe ist einer, der Birken liebt wurde sie zuletzt 2012 mit dem Klaus-Michael Kühne-Preis und Anna Seghers-Preis ausgezeichnet.

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Gott will uns tot sehenZum Buch: „Da saßen wir, aufgemischte Aussiedlerkinder mit blutigen Nasen und geschwollenen Lippen, auf einem Bordstein, im matten Bielefeld, tausende Kilometer westlich des Urals, der Felsenmauer, hinter der wir nie hätten hervorkommen sollen. Aber wir waren weiter gekommen als die Truppen Dschingis Khans.“ Dimitrij Wall erzählt vom Rand der Gesellschaft, vom Kampf gegen die Machtlosigkeit und vom Sinn des Träumens.Er erzählt von der Welt, in der wir alle leben und die wir doch so unterschiedlich wahrnehmen. Eine Welt, in der zwei Brüdern der Einlass zum Schulfasching verwehrt wird, weil ihnen das Eintrittsgeld fehlt und der ältere auf die Frage „Ist eine Mark viel?“ des jüngeren antworten muss: „Ja, eine Mark ist viel.“ Eine Welt, in der du ein Handy für einen Euro bekommst, die guten Gespräche aber unerreichbar scheinen.

Portrait_© Olivier Favre _72_1024Dimitrij Wall (Foto: Olivier Favre) wurde 1986 in Kasachstan in der ehemaligen Sowjetunion geboren. Nach seinem Hauptschulabschluss besuchte er zunächst die höhere Handelsschule, um dann an der Fachoberschule für Wirtschaft sein Fachabitur nachzuholen. Nach dem Abbruch des Studiums der Wirtschaftspädagogik zog es ihn nach Berlin, wo er heute Journalismus & Unternehmenskommunikation an der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft studiert. Während seines Studiums arbeitet Dimitrij Wall journalistisch und ist freier Autor beim Vice Magazin.

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Radio Bremen In Kooperation mit der der Arbeitnehmerkammer Bremen.

Soweit nicht anders im Programm erwähnt, sind alle Veranstaltungen kostenfrei. Karten sind im Vorverkauf bei der Buchhandlung Leuwer (Am Wall 171, 28195 Bremen, Tel.: 0421 321828 ) und an der Abendkasse erhältlich. Wir würden uns jedoch über Spenden freuen.

Die Veranstaltung findet im Kultursaal statt.

Aufzeichnung NWR

Veranstaltungsdetails

Datum und Uhrzeit
Daten: 05.11.2015
19:00

Ort
Arbeitnehmerkammer

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