Feierliche Verleihung des 63. Bremer Literaturpreises

Feierliche Verleihung des mit 20.000 EUR dotierten 63. Bremer Literaturpreises an
Terézia Mora für ihren Erzählbandband »Die Liebe unter Aliens« und des Förderpreises an Senthuran Varatharajah für seinen Roman »Vor der Zunahme der Zeichen« durch den Vorsitzenden der Rudolf-Alexander-Schröder- Stiftung, Staatssekretär a.D. Michael Sieber.

Terézia Mora erhält den Bremer Literaturpreis 2017 für ihren im Luchterhand Literaturverlag erschienenen Erzählband „Die Liebe unter Aliens“. Die Jury begründet die Vergabe:

„Terézia Mora erhält den Bremer Literaturpreis 2017 für ihren Erzählungsband „Die Liebe unter Aliens“, in dem sie mit Nüchternheit und Emphase gleichermaßen das Innenleben ihrer Figuren zu Panoramen der Seele ausfaltet. Ihre genau komponierten Texte erzählen von Einsamkeit und Verlorenheit, handeln von den Augenblicken des kurzen Glücks, von der Sehnsucht nach Liebe und vom anhaltenden Scheitern vor den Ansprüchen des Alltags. Sprachmächtig und mit Sinn für Rhythmus und Melodie porträtiert sie Menschen an den Bruchstellen ihrer Existenz.“

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© Peter von Felbert

 Terézia Mora wurde 1971 in Sopron, Ungarn, geboren. Sie lebt seit 1990 in Berlin und gehört zu den wichtigsten deutschsprachigen Autoren. Für ihren Roman „Das Ungeheuer“ erhielt sie 2013 den Deutschen Buchpreis. Bereits 1999 sorgte sie mit ihrem literarischen Debüt, dem Erzählungsband „Seltsame Materie“, für Furore. Für diese Erzählungen wurde sie u.a. mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet. Terézia Mora zählt außerdem zu den renommiertesten Übersetzern aus dem Ungarischen.

Den Förderpreis zum Bremer Literaturpreis 2017 erhält Senthuran Varatharajah für seinen im S. Fischer Verlag erschienenen Debüt-Roman „Vor der Zunahme der Zeichen“. Der Förderpreis wird seit 2005 von der ÖVB – Öffentliche Versicherung Bremen finanziert. Die Jury begründet die Vergabe:

„Der Förderpreis geht an Senthuran Varatharajah für seinen Roman „Vor der Zunahme der Zeichen“, in dem ein junger Mann aus Sri Lanka und eine junge Frau aus dem Kosovo von ihren Herkunftswelten und ihrer Ankunft in Deutschland erzählen und zugleich eine Forschungsreise in ihre neue Sprache unternehmen.“

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Foto: Heike Steinweg

Senthuran Varatharajah, geboren 1984 in Sri Lanka, studierte Philosophie, ev. Theologie und Kulturwissenschaft in Marburg, Berlin und London. 2014 nahm er – ohne zuvor etwas veröffentlicht zu haben – an den 38. Tagen der deutschsprachigen Literatur teil und erhielt den 3Sat-Preis. Senthuran Varatharajah lebt in Berlin.

 

Begrüßung: Der Senator für Kultur, Bürgermeister Carsten Sieling
Laudationes: Dr. Roman Bucheli auf Terézia Mora,
Dr. Lothar Müller auf Senthuran Varatharajah

Musik: Heidi Luosujärvi (Akkordeon)
Heidi Luosujärvi, derzeit Akkordeon-Dozentin an der Folkwang Universität der
Künste in Essen, ist eine mehrfach preisgekrönte Musikerin aus Finnland,
dem Partnerland der jazzahead! 2017.
Mit freundlicher Unterstützung von jazzahead!

 

Veranstaltungsdetails

Datum und Uhrzeit
Daten: 23.01.2017
11:00

Ort
Bremer Rathaus

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