Erfahren, woher wir kommen: Karl Emil Franzos – Der Pojaz

Große Romane der Weltliteratur:

Für den Roman »Der Pojaz« von Karl Emil Franzos gilt die Formel: zu Unrecht vergessen. »Pojaz« bedeutet so viel wie »Spaßmacher« und ist eine Verballhornung des italienischen »Bajazzo«.
Das Buch, 1893 geschrieben, 1905, nach dem Tod des Verfassers, erstmals gedruckt, ist ein humoristischer Roman, bei dem es viel zu lachen gibt, ein gefühlvoller Roman, der die Tränen hervortreibt, nicht zuletzt der Roman einer gescheiterten jüdischen Emanzipation im galizischen »Stetl«.

Franzos‘ autobiografisch gefärbter Entwicklungsroman beschreibt den Konflikt des possenreißenden Jungen Sender Glatteis, der zwischen orthodoxem Judentum und seiner Sehnsucht nach den Brettern, die die Welt bedeuten hin- und hergerissen wird und schließlich resigniert scheitert. Der bereits 1893 abgeschossene Roman erschien erst 1905, ein Jahr nach Emil Franzos‘ Tod.

Der Autor Karl Emil Franzos, zu seiner Zeit viel gelesen, erwarb sich als Herausgeber der ersten Werkausgabe Georg Büchners große Verdienste um die deutsche Literatur.

Es liest Siegfried W. Kernen, die Kommentare spricht Hanjo Kesting.


Kooperationspartner: Radio Bremen Zwei.

Eintritt: 8 / 6 EUR erm.
Kartenvorverkauf am Empfang der Zentralbibliothek.

Veranstaltungsdetails

Datum und Uhrzeit
Daten: 10.12.2019
19:00

Ort
Stadtbibliothek Bremen - Zentralbibliothek

Kategorie(n)