Erfahren, woher wir kommen: Gabriel García Márquez: Der Herbst des Patriarchen

Es liest Thomas Sarbacher, die Kommentare spricht Hanjo Kesting.

Immer wieder sind die Diktatoren Lateinamerikas zum Gegenstand großer Literatur geworden, zu Zentralgestalten einer Romangattung, wie man sie in dieser Form nur aus Lateinamerika kennt. »Der Herbst des Patriarchen« von Gabriel García Márquez, erschienen 1975, stellt eine Summe dieser Gattung dar und zugleich deren Abgesang.

Ungläubig betrachten die Untertanen eines Karibikstaates den toten Diktator in seinem Palast, in den bereits die Geier eingedrungen sind. Uralt ist er geworden, und schon einmal hat er seinen Tod nur vorgetäuscht, um am dritten Tag desto herrschsüchtiger wieder aufzuerstehen. Gabriel García Márquez erzählt von despotischer Willkür, aber auch von der Einsamkeit und Angst der Mächtigen. In der Figur des Patriarchen vereint er die Diktatoren Lateinamerikas der letzten 150 Jahre und schafft – in einer phantastischen Bilderflut – eine unerhörte Parabel über die Macht.


Eintritt: 8€ / 6€ ermäßigt
Diese Veranstaltung findet im Wallsaal statt
Kooperation: Radio Bremen Zwei.

Veranstaltungsdetails

Datum und Uhrzeit
Daten: 21.05.2019
19:00

Ort
Stadtbibliothek Bremen - Zentralbibliothek

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