Dreihundert Jahre Leopold Mozart – Lesung mit Musik

„Der Wolfgangl hatte schon in Lintz einen Catharr!“

Eine Veranstaltung anlässlich der neuen Monographie von Dieter und Gisela Riesenberger im Bremer Donat Verlag über das aufreibende Leben des Leopold Mozart, Hofmusicus, Komponist und Förderer seiner hochbegabten Kinder. Dieter Riensberger liest selbst und wird umrahmt vom Barockorchester der Abteilung Alte Musik unter der Leitung von Veronika Skuplik. Gespielt werden vier Sätze aus L. Mozarts „Serenata in D“ (etwa 1762).

Leopold Mozart, weithin geachteter Violinist und Komponist, der das Bürgertum als neues Publikum entdeckte, gehört zu den bedeutenden Vertretern der Salzburger Vorklassik. Sein berühmter Sohn, den er als „Herr, Diener und alles“ förderte, steht musikalisch auf seinen Schultern. Auf den Reisen mit seinen „Wunderkindern“ lernte Leopold Mozart den Glanz des absolutistischen Staates, aber auch das Elend der Bevölkerung kennen. Äußerlich angepasst, im Inneren oft in Opposition, war er kein willenloser Fürstendiener. Strebsamkeit, Verstellung und List prägten seinen Lebensweg. Er ragte über viele Persönlichkeiten seiner Zeit hinaus, war wissbegierig, welterfahren und den Naturwissenschaften zugeneigt. L. Mozart besaß pädagogisches Talent und ausgezeichnete Sprachkenntnisse, war zudem ein guter Ehemann und fürsorglicher Vater, aber in durchaus patriarchalischer Manier – ein beeindruckender Mensch und Musiker. Eine Biographie – zum ersten Mal umfassend, profund und spannend erzählt.

Gisela Riesenberger ist Oberstudienrätin a.D. und Übersetzerin, ihr Ehemann Dieter Riesen-berger emeritierter Professor für Zeitgeschichte und Didaktik der Geschichte in Paderborn.


Veranstaltet von der Teilbibliothek Musik an der Hoch-schule für Künste, dem Barockorchester der Abteilung Alte Musik und dem Donat Verlag
Eintritt frei

Veranstaltungsdetails

Datum und Uhrzeit
Daten: 22.11.2019
19:00

Ort
Konzertsaal der Hochschule für Künste Bremen

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