Das unendliche Gespräch | #19: Feridun Zaimoglu

14.6.13  feridun zaimoglu ( autor)foto  klaus haag  gesp  unt zaimog4„Ich bin ein Anti-Interkulturberserker“, ließ Feridun Zaimoglu, der wohl bekannteste deutsche Schriftsteller ausländischer Herkunft, kürzlich verlauten. Zaimoglu, in der Türkei geboren und seit seinem zweiten Lebensjahr in Deutschland, prangert eine Mentalität an, die eine nicht-deutsche Herkunft als qualitätsersetzendes Verkaufs­argument nutzt und dabei inhaltliche und ästhetische Auseinandersetzung abschneidet. Denn um die geht es Zaimoglu. Sein letzter Roman Isabel erzählt die Geschichte einer jungen Türkin in Berlin, die ihr Leben schließlich selbst beendet. In einer Sprache, die dem Unsagbaren Raum lässt. Denn die Sprache verwandelt sich bei Zaimoglu mit der Erzählung. Herkunft, Sprache, Verwandlung – alles Themen wie gemacht für Das unendliche Gespräch.

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Feridun Zaimoglu (Foto: Klaus Haag), geboren 1964 im anatolischen Bolu, lebt seit 35 Jahren in Deutschland. Er studierte Kunst und Humanmedizin in Kiel, wo er seither als Schriftsteller, Drehbuchautor und Journalist arbeitet. Er war Kolumnist für das ZEIT-Magazin und schreibt für die Welt, die Frankfurter Rundschau, DIE ZEIT und die FAZ.
2002 erhielt er den Hebbel-Preis, 2003 den Preis der Jury beim Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt und 2004 den Adelbert-von-Chamisso-Preis. Im Jahr 2005 war er Stipendiat der Villa Massimo in Rom. Im selben Jahr erhielt er den Hugo-Ball-Preis und 2007 den Grimmelshausen-Preis, 2008 den Corine-Preis für seinen letzten Roman Liebesbrand und 2010 den Jakob-Wassermann-Literaturpreis.

Die Veranstaltung findet im Foyer im Kleinen Haus statt.

Veranstaltungsdetails

Datum und Uhrzeit
Daten: 27.01.2015
19:00

Ort
Theater Bremen

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