Das Literarische Quartier lädt ein : Stephan Hermlin (1915-1977) zum 100. Geburtstag

litq_logo_2_09Es lesen Peter Derleder & Company

Am 13. April 2015 wäre der in Chemnitz geborene Schriftsteller Stephan Hermlin 100 Jahre alt geworden. Nach einem politisch geprägten bewegten Leben stirbt Hermlin im Alter von 82 Jahren in Berlin. Hermlins Hundertsten nimmt Peter Derleder zum Anlass, mit seiner Company ausgewählte Texte zu lesen.

In den Mittelpunkt von Stephan Hermlins Werk rückt Derleder die Erzählung „Abendlicht“ (geschrieben 1979). Daraus werden folgende Textpassagen gelesen: „Die Reise mit der Mutter“, „Der Bruder“, „Über die Anfertigung von Gedichten“ und „Der Vater“. Außerdem wird die Erzählung „Kassberg“ aus dem Band „Entscheidungen“ vorgetragen. Zwischen den Prosatexten sind die Gedichte „Die Zeit der Wunder“ und „Die Asche von Birkenau“ zu hören.


hermlin_entscheidungenStephan Hermlin wurde 1915 in Chemnitz geboren. 1931 schloß er sich den Kommunisten an, arbeitete nach 1933 drei Jahre im Untergrund, bevor nach Frankreich emigrierte und sich der Résistance anschloss. Nach dem Krieg kehrte er nach Deutschland zurück, zunächst nach Frankfurt am Main, wo er als Rundfunkredakteur arbeitete. 1947 zog er nach Ost-Berlin, wurde SED-Mitglied und Mitarbeiter der Zeitschriften »Aufbau« und »Ulenspiegel«. Der Lyriker, Prosaautor und Übersetzer (unter anderem Nerudas und Aragons) wurde rasch einer der wichtigsten DDR-Autoren, der als Mitglied des PEN und als Teilnehmer vieler Kongresse auch international sehr präsent war. 1976 gehörte er zu den Unterzeichnern des Protestschreibens gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns. Fünf Jahre später organisierte er das vielbeachtete Treffen ost- und westdeutscher Schriftsteller in Ost-Berlin. Hermlin starb 1997 in Berlin.


In Kooperation mit dem Bremer Literaturkontor.

Veranstaltungsdetails

Datum und Uhrzeit
Daten: 20.09.2015
16:00

Ort
Villa Ichon

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