Das Huchtinger Literatursofa: „Sehnsuchtsort Orient“

Dr. Eberhard Schmidt liest Berichte europäischer Reisender vom 18. bis 20. Jahrhundert

Palmyra, Baalbek, Aleppo, Damaskus, Bagdad, Kairo oder Kabul: Orte, die wir heute nur noch mit Krieg, Zerstörung und Terror verbinden, waren für reisende Europäer vom 18. – 20.Jahrhundert Sehnsuchtsorte erster Güte. Der Orient kam in Mode, zumal man wegen der weitgehenden Unkenntnis der dortigen realen Verhältnisse alle möglichen Träume auf ihn projezieren konnte. Immer mehr mutige Frauen und Männer machten sich nun auf, die unbekannten Territorien, die weitgehend unter osmanischer Herrschaft standen, zu erkunden. Die „Orientalisten“ wagten viel. Krankheiten, Erpressungen durch osmanische Beamte, räuberische Überfälle durch Beduinen waren nicht selten. Einige der ersten Orientalisten, wie der Ostfriese Ulrich Jasper Seetzen oder der Schweizer Johann Ludwig Burckhart kehrten nicht mehr lebend zurück. Carsten Niebuhr überlebte als Einziger die sechsköpfige Expedition, die der dänische König 1761 nach Arabien entsandte. Isabelle Eberhardt ertrank noch 1904 in der algerischen Wüste nach einer Überschwemmung in ihrer Lehmhütte.

Die Lesung präsentiert u.a. Reiseberichte von Mark Twain, Gustave Flaubert, Gertrude Bell. Lady Hester Stanhope, Fürst Hermann von Pückler-Muskau, und Isabelle Eberhardt.


Eintritt frei

Veranstaltungsdetails

Datum und Uhrzeit
Daten: 29.01.2018
17:15

Ort
Stadtbibliothek Bremen - Zweigstelle Huchting

Kategorie(n)