Christian Bergmann und Maren Bohm: „Heloisa oder die Vertreibung aus dem Paradies“

Der Kulturraum Horn-Lehe organisiert eine szenische Lesung mit der Bremer Autorin Maren Bohm und dem Hamlet-Darsteller der Shakespeare Company Christian Bergmann. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht der philosophische Roman „Heloisa oder die Vertreibung aus dem Paradies“ über den französischen Philosophen Petrus Abaelardus (1079-1142) und seine Beziehung mit Heloisa (1095-1164).

>> Zum Buch: Heloisa und Abaelard. Äbtissin und Abt. Ihre Liebesbriefe gehören zur Weltliteratur. Schon Heloisas Geburt ist von Geheimnissen umgeben. Um das Jahr 1116 – sie ist da Anfang zwanzig – lernt sie in Paris Abaelard kennen, der damals schon ein berühmter Philosoph ist. Dieser verliebt sich in die hochgebildete Heloisa, wird ihr Hauslehrer und mietet sich bei ihrem Onkel Fulbert ein. Doch es gelingt ihnen nicht, ihre verbotene Liebe verborgen zu halten. Ihre Enthüllung sorgt für einen Eklat, durch den Heloisa unerträglichen Schikanen ausgesetzt ist.
Abaelard lässt sie aus Paris zu seiner Familie bringen, wo sie einen Sohn zur Welt bringt. Fulbert zwingt sie zur Heirat, wodurch das Kind nachträglich legitimiert wird. Kurz darauf verändert ein schockierendes Verbrechen an Abaelard ihr Leben und treibt Heloisa zu einem Schritt, den sie als Wahnsinn bezeichnet. Beide treten in Klöster ein, schreiben sich viele Briefe, in denen sie sich über philosophische Themen und existentielle Nöte austauschen, vereint sind sie erst wieder im Tod. Das gemeinsame Grabmal der großen Liebenden befindet sich seit 1817 auf dem Père Lachaise.

Maren Bohm studierte Germanistik, Theologie und Geschichte in Heidelberg, Berlin und Bremen und promovierte über das Spätwerk Heinrich Bölls: „Fürsorgliche Belagerung“ und „Frauen vor Flusslandschaft“. Sie lebt mit ihrer Familie in Bremen und war dort auch als Studienrätin tätig. Bisher erschienen von ihr die historischen Romane „Die Pilgerin von Passau“ und „Die Rückkehr der Pilgerin“, das Kinder- und Jugendbuch „Die Synagoge brennt“ und der Roman „Berlin 21.03 Uhr“.

Christian Bergmann war acht Jahre festes Ensemblemitglied der Bremer Shakespeare-Company. Parallel dazu spielt er seit 1993 im Fernsehen und im Kino in inzwischen über 20 Serien, 8 TV-Filmen und 10 Kinofilmen mit. Auch als Sprecher arbeitet Bergmann für zahlreiche Produktionen für arte, Radio Bremen, Universal und Deutsche Grammophon/Literatur. Schließlich ist er inzwischen auch als Theaterregisseur für Kinder- und Jugendstücke tätig.


Eintritt: 6 €
Informationen auch unter www.kulturraum-horn-lehe.net 

Veranstaltungsdetails

Datum und Uhrzeit
Daten: 18.01.2019
19:30

Ort
Ortsamt Horn-Lehe

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