Bremer BuchPremiere – Dr. Dorothee Schmitz-Köster: „Raubkind“

„Von der SS nach Deutschland verschleppt“, so der Untertitel, erzählt von einer jahrelangen Recherche: Klaus B. ist Mitte Siebzig, als er erfährt, dass er als Kind Opfer eines Verbrechens wurde. Mit Hilfe der Berliner Journalistin und Autorin Dorothee Schmitz-Köster findet er heraus, dass er in Polen zur Welt gekommen ist und vermutlich 1943 von der SS „geraubt“ wurde. Der „Lebensborn“ fälschte Namen und Herkunft, brachte ihn bei linientreuen Pflegeeltern unter. Dieses Schicksal teilten zehntausende Kinder aus Polen und anderen osteuropäischen Staaten. Sie wurden von nationalsozialistischen „Rassenspezialisten“ ausgewählt, ihren Familien entrissen und zur „Germanisierung“ nach Deutschland verschleppt. Bis heute wissen viele »Raubkinder« nichts von ihrer Herkunft. Klaus B. macht sich auf die Suche nach seinen Wurzeln und findet eine Familie, die ihn seit sieben Jahrzehnten vermisst.


Dorothee Schmitz-Köster, 1950 in Bergisch Gladbach geboren, ist seit 1985 freiberufliche Autorin, vor allem fürs Radio und Buchverlage. 1987 erschien ihr erstes Sachbuch „Frauen ohne Kinder“, es folgten weitere Publikationen mit einem Fokus auf Themen aus der NS-Zeit.


Eintritt frei

 

Veranstaltungsdetails

Datum und Uhrzeit
Daten: 13.09.2018
18:00

Ort
Stadtbibliothek Bremen - Zentralbibliothek

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