Anne Weber: „Vaterland“ / „Ahnen“

Lesung mit der deutsch-französischen Schriftstellerin Anne Weber aus ihrem Roman „Vaterland“ (franz. Titel) / „Ahnen“ (deutscher Titel) im Rahmen der Ausstellung „Mémoire(s)“.

In diesem Buch begibt sie sich auf eine Entdeckungsreise, die in die befremdende und faszinierende Welt ihres Urgroßvaters und damit in die Abgründe und Höhenflüge einer ganzen Epoche führt. Florens Christian Rang – im Buch „Sanderling“ genannt – war Jurist, Pfarrer in zwei Dörfern bei Posen, Schriftsteller und Philosoph. Er korrespondierte mit Hugo von Hofmannsthal, war befreundet mit Martin Buber und Walter Benjamin. Doch auf der Reise zu diesem Urgroßvater stellt sich immer wieder ein gewaltiges Hindernis in den Weg: die deutsche und familiäre Vergangenheit, wie sie nach Sanderlings Tod weiterging. Und damit die Frage, wie es sich lebt mit einer Geschichte, die man nicht loswerden kann. Was bedeutete es vor hundert Jahren, deutsch zu sein? Und wie ist es heute?

Anne Weber, 1964 in Offenbach geboren, lebt seit 1983 in Paris und hat an der Sorbonne französische Literatur und vergleichende Literaturwissenschaften studiert. Sie übersetzt ins Deutsche und ins Französische und schreibt Romane und Erzählungen in beiden Sprachen. Nach dem Liebes- und Orpheusroman Tal der Herrlichkeiten (2012) erschien 2016 ihr Roman Ahnen, ein „Zeitreisetagebuch“ über vier Generationen in deutsch-französischen Verhältnissen, eine Geschichte über Herkunft, Werte, Vergangenheit und Gegenwart. Unter anderem wurde sie mit dem Doderer-Preis, dem 3sat-Preis und dem Kranichsteiner Literaturpreis ausgezeichnet.


Eintritt frei

Veranstaltungsdetails

Datum und Uhrzeit
Daten: 30.01.2020
19:00

Ort
Institut français

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