Abbas Khider: „Ohrfeige“

Abbas Khider wurde 1973 in Bagdad geboren. Mit 19 Jahren wegen seiner politischen Aktivitäten verhaftet, floh er nach sKhider_25054_MR.inddeiner Entlassung 1996 aus dem Irak und hielt sich als „illegaler“ Flüchtling in verschiedenen Ländern auf. Seit 2000 lebt er in Deutschland und studierte Literatur und Philosophie in München und Potsdam. Mit unverwechselbarer Stimme stellt Abbas Khider in „Ohrfeige“ das Selbstverständnis einer offenen Gesellschaft in Frage: stimmgewaltig, tieftraurig und voller Witz.

Ein Flüchtling betritt die Ausländerbehörde, um ein letztes Mal seine zuständige Sachbearbeiterin aufzusuchen. Er ist wütend und hat nur einen Wunsch: dass ihm endlich jemand zuhört. Als Karim drei Jahre zuvor von der Ladefläche eines Transporters ins Freie springt, glaubt er in Frankreich zu sein. Bis dorthin hat er für seine Flucht aus dem Irak bezahlt. In Wahrheit ist er mitten in der bayerischen Provinz gelandet. Er kämpft sich durch Formulare und Asylunterkünfte bis er plötzlich seinen Widerruf erhält und abgeschoben werden soll. Jetzt steht er wieder ganz am Anfang. Dlogoglobaleieser ebenso abgründige wie warmherzige Roman wirft eine der zentralen Fragen unserer Gegenwart auf: Was bedeutet es für einen Menschen, wenn er weder in der Heimat noch in der Fremde leben darf?


Zentralbibliothek Bremen, Wallsaal

Moderation: Katrin Krämer

Eintritt: 5 EUR /3 EUR erm.

In Kooperation mit der Stadtbibliothek Bremen

Veranstaltungsdetails

Datum und Uhrzeit
Daten: 31.10.2016
18:00

Ort
Stadtbibliothek Bremen - Zentralbibliothek

Kategorie(n)