César Aira im Instituto Cervantes

César Aira, geboren 1949 in Coronel Pringles, veröffentlicht Romane, Novellen und Essays. Daneben übersetzt er aus dem Englischen, Französischen und Portugiesischen und lehrt an den Hochschulen von Rosario und Buenos Aires, wo er heute lebt. César Aira ist einer der wichtigsten lateinamerikanischen Autoren der Gegenwart – und ihr raffiniertester. Seine Texte überraschen durch Genresprünge, aberwitzige und riskante Erzählkonstruktionen und Plots. César Aira wird für die Vielfalt seines knapp 100 Bücher umfassenden erzählerischen Werkes mit dem „Premio Iberoamericano de Narrativa“ ausgezeichnet, dem wichtigsten Literaturpreis
Lateinamerikas.

César Aira liest aus „Duchamp in Mexiko“ und “ Eine Episode im Leben des Reisemalers“.

978-3-95757-140-3-x160xx400x-1472802671„Eine Episode im Leben des Reisemalers“: Der Augsburger Maler Johann Moritz Rugendas erreicht 1837 zusammen mit Alexander von Humboldt Lateinamerika. Als Landschafts- und Naturmaler soll er die Forschungen des Entdeckers durch Illustrationen unterstützen. Auf dem Weg von Chile nach Buenos Aires passieren sie einen unheimlich anmutenden Landstrich, bald zieht ein nachtschwarzes Gewitter auf und entlädt sich über ihnen. Rugendas wird vom Blitz getroffen. Er überlebt, doch er verfängt sich im Steigbügel und das erschreckte Pferd bricht aus und schleift ihn mit sich. Auch diese Tortur überlebt er, aber sein Gesicht wird aufs Fürchterlichste entstellt. Von nun an im Morphiumrausch, um die Schmerzen zu ertragen, malt er Bilder von atemberaubender Wucht. Auf seiner Jagd nach immer spektakuläreren Motiven wagt er sich eines Tages ins Zentrum eines echten Indianerüberfalls, doch diesmal scheint seine Obsession zu weit zu gehen.

„Duchamp in Mexiko“ versammelt drei zentrale Essays César Airas, die ihn er978-3-95757-139-7-x160xx400x-1470919323stmals nicht nur als genialen Autor von Novellen und Romanen zeigen, sondern ihm die Möglichkeit geben, sein eigenständiges und stilistisch virtuoses Nachdenken über Kunst und Literatur zu entdecken. Ausgehend von Marcel Duchamp über de Chirico bis Lezama Lima entwickelt Aira in den Texten eine eigene Theorie der modernen Kunst und reicht dem Leser unter der Hand zudem einen Schlüssel für seine eigenen Texte. Mit „Duchamp in Mexiko“ überführt César Aira die Avantgarde nun auch konzeptionell ins neue Jahrhundert.


Veranstaltung auf Spanisch.

Im Rahmen des Tags der offenen Tür im Instituto Cervantes Bremen. Eintritt frei.

Veranstaltungsdetails

Datum und Uhrzeit
Daten: 24.09.2016
15:30

Ort
Instituto Cervantes

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