Aufgewachsen in Guinea

Von Emilia Mariam Camara

Mein Vater ist geboren im Westen Afrikas,
Mamou heißt die Geburtsstadt und Guinea das Land.
Zwei Stämme fließen in seinem Blut: Mandinka und Fula.
Er lebt sehr streng unter den Regeln seines Vaters,
Doch sein Leben dort ist gut – er liebt seine Heimat.

Die Familie ist groß und groß nur durch die Heirat,
Sein Vater hat zwei Frauen und sechzehn Geschwister.

Das Leben dort ist nicht immer leicht,
Nicht immer leicht die Situation.

Es ist strenger als hier, denn sie streben nach Tradition,
Und dies ohne Diskussion.

Sein Weckruf ist der Gebetsruf in aller Frühe,
Vor der Schule eilt man zum Koran-Unterricht mit viel Mühe.
Denn das ist dort am wichtigsten: die Lehren des Islam.

Danach ging er zur Schule voller Elan.

Die Schule war nicht weit, doch der Weg war sehr gefährlich,
Viele Schlangen waren dort, dies machte es beschwerlich.

Für die Schule hat er viel getan, denn er hatte einen Plan,
Doch dieser ging zunichte – etwas zog ihn aus der Bahn.
Er wollte es nochmal versuchen und kam dann in die Hufen.
Freiheraus entschied er sich fortzugehen,
Um in Deutschland auf eigenen Beinen zu stehen.

Jede seiner Erfahrungen ergibt einen Sinn,
Diese möchte er weiter geben an seine Erben.
Denn drei Töchter und ein Sohn – das ist sein Lohn.

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