Berit Glanz startet Netzresidenz

Foto: Glanz

Ganz frisch: Die Schriftstellerin Berit Glanz hat ihr Online-Stipendium unter www.netzresidenz.de. gestartet. Berit Glanz war die Auszeichnung im vergangenen Sommer vom virtuellen Literaturhaus verliehen worden. In ihrem digitalen Poesieprojekt nature writing/machine writing wird Berit Glanz wöchentlich neue Versuchsanordnungen präsentieren, in denen sie versucht, mit Hilfe des Computers einen neuen Blick auf die Natur um uns herum zu gewinnen und dabei Fragen aufzuwerfen, die unser Verhältnis zur Natur betreffen: Was bedeutet Landschaft? Kann ich Texte der Sorte „Nature Writing“ schreiben ohne mich von meinem Computer fortzubewegen? Wer beobachtet die Landschaft? Kann die Maschine die Landschaft besser wiedergeben als ich? Entfremdet mich die Nutzung von Technologie bei der literarischen Auseinandersetzung mit Natur von der Landschaft?

Foto: privat

Berit Glanz, 1982 geboren, hat in München, Stockholm und Reykjavík studiert und ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Neuere Skandinavische Literaturen der Universität Greifswald. Sie war Finalistin beim 24. open mike und Teilnehmerin der Textwerkstatt Kölner Schmiede. Für ihr Romandebüt Pixeltänzer wurde sie 2017 mit dem Literaturpreis, dem Publikumspreis Mecklenburg-Vorpommern und mit dem Hebbel-Preis 2020 ausgezeichnet. Auf Twitter hat Berit Glanz den Twitter-Lesekreis #TwitLektüre initiiert und war auch an dem Lesekreis #54Reads aktiv beteiligt. Sie gibt dort regelmäßig Einblick in ihre literaturwissenschaftliche Forschung und ihre Arbeit als Autorin. Berit Glanz ist außerdem Redaktionsmitglied von 54Books.

Wir danken dem Senator für Kultur in Bremen und der Stiftung kunst:raum sylt quelle für die Unterstützung.

> www.netzresidenz.de

Aussschreibung: Bremer Netzresidenz

Zur Förderung der Literatur in den Digitalen Medien vergibt der Verein Bremer Literaturhaus [virt.] e.V. mit Unterstützung des Senators für Kultur alle zwei Jahre die „Bremer Netzresidenz“ als Online-Stipendium im virtuellen Literaturhaus Bremen.

Gefördert werden Autorinnen und Autoren, die bereits auf Veröffentlichungen verweisen können. Schwerpunkt des Projektes soll die Auseinandersetzung mit dem virtuellen Medium sein. Dabei wird besonderer Wert auf den Einsatz innovativer literarischer bzw. künstlerischer Verfahrensweisen gelegt. Onlineprojekte, die ihren Fokus auf den Literaturaustausch im internationalen Kontext legen, werden besonders gefördert.

>> Bremer Netzresidenz

Der Aufenthalt der/s Bremer Netzresidentin/en im virtuellen Literaturhaus beginnt am 01. Oktober und endet am 31. Dezember 2020. Im Anschluss wird der Preisträger/die Preisträgerin eingeladen, ihr/sein Projekt in einer öffentlichen Veranstaltung in Bremen und in weiteren Literaturhäusern zu präsentieren. Das Stipendium ist einmalig mit 2.500.- €. dotiert. Eine unabhängige Jury entscheidet über die Vergabe. Reisekosten werden nach Absprache übernommen. Ein vierwöchiger Aufenthalt im „kunst:raum sylt quelle“ auf der Insel Sylt wird in Kooperation mit der sylt foundation ebenfalls angeboten.

Bewerberinnen und Bewerber sollten eine kurze Projektskizze (max. 1 DIN A4-Seite) einreichen, die die Idee des literarischen Netzprojektes überzeugend darstellt. Bewerbungsschluss ist der 15.06.2020. Projektskizze und Kurzvita senden Sie bitte per e-Mail an: heike.mueller@literaturhaus-bremen.de

Die „Bremer Netzresidenz“ wird realisiert vom virtuellen Literaturhaus Bremen. Mit freundlicher Unterstützung durch den Senator für Kultur.

Zu den bisherigen Preisträgern gehören Benjamin Lauterbach, Norbert Hummelt, Finn-Ole Heinrich, Susanne Berkenheger, Ulrike Draesner, Nora Bossong, Nikolas Hoppe, Jens Laloire, Bas Böttcher und Sabine Scho.