Aussschreibung: Bremer Netzresidenz

Zur Förderung der Literatur in den Digitalen Medien vergibt der Verein Bremer Literaturhaus [virt.] e.V. mit Unterstützung des Senators für Kultur alle zwei Jahre die „Bremer Netzresidenz“ als Online-Stipendium im virtuellen Literaturhaus Bremen.

Gefördert werden Autorinnen und Autoren, die bereits auf Veröffentlichungen verweisen können. Schwerpunkt des Projektes soll die Auseinandersetzung mit dem virtuellen Medium sein. Dabei wird besonderer Wert auf den Einsatz innovativer literarischer bzw. künstlerischer Verfahrensweisen gelegt. Onlineprojekte, die ihren Fokus auf den Literaturaustausch im internationalen Kontext legen, werden besonders gefördert.

>> Bremer Netzresidenz

Der Aufenthalt der/s Bremer Netzresidentin/en im virtuellen Literaturhaus beginnt am 01. Oktober und endet am 31. Dezember 2020. Im Anschluss wird der Preisträger/die Preisträgerin eingeladen, ihr/sein Projekt in einer öffentlichen Veranstaltung in Bremen und in weiteren Literaturhäusern zu präsentieren. Das Stipendium ist einmalig mit 2.500.- €. dotiert. Eine unabhängige Jury entscheidet über die Vergabe. Reisekosten werden nach Absprache übernommen. Ein vierwöchiger Aufenthalt im „kunst:raum sylt quelle“ auf der Insel Sylt wird in Kooperation mit der sylt foundation ebenfalls angeboten.

Bewerberinnen und Bewerber sollten eine kurze Projektskizze (max. 1 DIN A4-Seite) einreichen, die die Idee des literarischen Netzprojektes überzeugend darstellt. Bewerbungsschluss ist der 15.06.2020. Projektskizze und Kurzvita senden Sie bitte per e-Mail an: heike.mueller@literaturhaus-bremen.de

Die „Bremer Netzresidenz“ wird realisiert vom virtuellen Literaturhaus Bremen. Mit freundlicher Unterstützung durch den Senator für Kultur.

Zu den bisherigen Preisträgern gehören Benjamin Lauterbach, Norbert Hummelt, Finn-Ole Heinrich, Susanne Berkenheger, Ulrike Draesner, Nora Bossong, Nikolas Hoppe, Jens Laloire, Bas Böttcher und Sabine Scho.

Jakob Nolte mit Literaturstipendium ausgezeichnet

Foto: Tobias Willmann

Das Förderprogramm „Tapetenwechsel – Ein deutsch-tschechischer Literaturaustausch“ ist eine Form der Schriftstellerförderung, die es Autorinnen und Autoren aus Deutschland ermöglicht, sich während eines Aufenthalts in Tschechien ganz ihren künstlerischen Tätigkeiten zu widmen. Vergangenen Freitag hat die Jury den in Berlin lebenden Schriftsteller Jakob Nolte für das Stipendium in Prag ausgewählt.

Jakob Nolte
, geboren 1988, wuchs in Barsinghausen am Deister auf. Seine Theaterstücke wurden mehrfach prämiert und an zahlreichen Bühnen Europas gespielt. Sein Debütroman ALFF wurde mit dem Kunstpreis Literatur 2016 ausgezeichnet. Im selben Jahr war er Stipendiat der Villa Kamogawa in Kyoto. Sein Roman Schreckliche Gewalten war für den Deutschen Buchpreis nominiert. 2019 erhielt er den Förderpreis Komische Literatur der Stiftung Brückner-Kühner.
Jakob Nolte erhält das Prager Aufenthaltsstipendium für ein Erzählprojekt, in dem die labyrinthischen Verschränkungen und Fliehkräfte unserer Zeit thematisiert werden. Beeindruckt hat die Jury sein Begriff der ‚inneren Karte‘, die auch dem Einzelnen keinen Kompass mehr zu bieten scheint in existentiellen Fragen. Jakob Nolte knüpft mit seinem Vorhaben an frühere Projekte an, die ihn nach Tschechien führten und steht für einen genreübergreifenden Ansatz, in dem Literatur, Theater und Film in Kontakt treten. Diesen Kulturbegriff und die bereits bestehenden Arbeitskontakte zur tschechischen Szene möchte die Jury ausdrücklich fördern.
Jakob Nolte wird sein vierwöchiges Aufenthaltsstipendium am 1. Mai 2020 in Prag antreten. Zusätzlich wird eine Zahlung in Höhe von 1.000.- € für das Stipendium gewährt.

Die Jury: Dr. Silke Behl (Virtuelles Literaturhaus Bremen e.V.), Libuse Cerna (Globale e.V.), Pawel Pawelcik (Künstlerhäuser Worpswede e.V.)

Das Förderprogramm „Tapetenwechsel – Ein deutsch-tschechischer Literaturaustausch“ wird realisiert vom virtuellen Literaturhaus Bremen e.V., Globale e.V., den Künstlerhäusern Worpswede e.V., dem Tschechischen Literaturzentrum (Sektion der Mährischen Landesbibliothek) und dem Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds.

Aussschreibung: Literaturwettbewerb

Sommer am Deich oder Schlittenfahren, nächtliche Streifgänge – Vieles ist möglich am Deich und um den Deich herum. Ob jung oder alt, Hobbyautor oder Berufsschriftsteller – die Ausschreibung wendet sich an alle gleichermaßen. Von Belletristik und Biografie über Essay bis hin zu Fantasy oder Kurzkrimi – alle literarischen Genres sind zugelassen. Einzige Einschränkung: die Texte sollen einen Bezug zum Bremer Osterdeich haben.

Teilnahmebedingungen: ca. 5-10 Seiten / Form: Prosa, Lyrik, Essay, Drama / Teilnehmer*innen mind. 14 Jahre alt Einsendeschluss: 15. Mai. 2020 / Einsendungen an Kellner Verlag oder elektronisch an wettbewerb@kellnerverlag.de

>>weitere Details

Eine gemeinsame Ausschreibung des Bremer Literaturkontors, des Kellner Verlags, Literaturhaus Bremen und der Stadtbibliothek.