Virtuelles Literaturhaus erhält großen Preis der Deutschen Kindergeldstiftung Bremen

Wir freuen uns riesig! Das virtuelle Literaturhaus hat für sein Programm „Das fliegende Klassenzimmer“ den mit 30.000 €uro dotierten Jubiläumspreis der Deutschen Kindergeldstiftung Bremen erhalten. Gestern Abend wurde im Theater 11 – Corona-bedingt in kleinem Rahmen – das Literaturhaus mit dem Sonderpreis für seine geplanten Literaturvermittlungsprojekte für Kinder und Jugendliche in Bremen-Nord ausgezeichnet.

Foto: Bertold Frick (Deutsche Kindergeldstiftung Bremen), Heike Müller (Virtuelles Literaturhaus), Andrea Merrath und Stephan Wegner (OS Sandwehen)


Mit dem Programm „Das fliegende Klassenzimmer“ wird Literatur für Kinder und Jugendliche innerhalb und außerhalb des Klassenzimmers lebendig. In Kooperation mit der Oberschule In den Sandwehen in Bremen-Lüssum wird in den kommenden Jahren von 2021 – 2023 ein umfassendes Literaturvermittlungsprojekt von der 5. bis zur 10. Jahrgangsstufe angeboten werden. Ein Poesiefestival für Kinder bildet den Höhepunkt des Programms. Als aktiver Kulturpartner begleitet das Literaturhaus Mädchen und Jungen über die gesamte Schulzeit und ermöglicht ihnen Wege zu literarisch-ästhetischer Bildung und zu dauerhafter Teilhabe am kulturellen Leben.

>> www.deutsche-kindergeldstiftung.org

>> www.sandwehen.de

Foto: Christopher Klerings

Linus Gieses erstes Buch: „Ich bin Linus“ [6:30]

Linus Giese ist Literaturblogger – und seit neuestem auch Buchautor. Mit dem Satz „Ich bin Linus“ startete seine Reise zum Transmann. Und so schreibt er im gleichnamigen Buch über seine Erfahrungen, über Mut, Glücksgefühle und Selbstzweifel, über seinen ganz eigenen Männlichkeitsbegriff, aber auch darüber, wie sich die Gesellschaft zu Transpersonen wie ihm verhält. Ein Beitrag von Nicolas Golsch.

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29. August 2020 – Sendereihe: Bremen Zwei | Quelle: Bremen Zwei

Bremer Netzresidenz für Berit Glanz

Zum Verhältnis von Natur und Maschine: Digitales Poesieprojekt wird mit Bremer Netzresidenz ausgzeichnet

Die in Greifswald lebende Schriftstellerin Berit Glanz ist neue Preisträgerin der Bremer Netzresidenz 2020/21. Im vergangenen Jahr hatte Berit Glanz ihr vielbeachtetes Debüt „Pixeltänzer“ bei Schöffling veröffentlicht. Für die Netzresidenz des virtuellen Literaturhauses bewarb sich die Autorin mit dem Projekt „Nature Writing/Machine Writing“, bei dem es um die Fragestellung geht, welche literarischen Formen angemessen sind, um heute über Natur zu schreiben. Im Rahmen ihres im Oktober beginnenden Netz-Stipendiums greift Berit Glanz die Tradition des Nature Writing auf und stellt sie in einen digitalen Kontext. Sie fragt nach der Verbindung von Natur und Maschine und nutzt die Möglichkeiten digitaler Verfahren für ein Literaturprojekt, bei dem von künstlicher Intelligenz generierte Landschaftsbilder mit einem neuronalen Netzwerk bearbeitet werden und so lyrische Texte erzeugen.

Foto: privat

Dazu die Jury: „Berit Glanz überzeugt mit einem spartenübergreifenden und im hohen Maße innovativen Literaturprojekt. Von künstlicher Intelligenz generierte Landschaftsbilder begegnen dabei digitaler Poesie. Das Projekt Nature Writing/Machine Writing ist angetrieben von der Fragestellung, was wir mittels digitaler Poesie über das Verhältnis von Mensch und Natur lernen können. Besonders gelobt wird der Ansatz von Berit Glanz, weitere Schriftstellerinnen und Schriftsteller zur Gestaltung von Landschaftsbildern aufzufordern und so einen poetologischen Austausch im digitalen Kontext anzuregen.

Berit Glanz, 1982 geboren, hat in München, Stockholm und Reykjavík studiert und ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Neuere Skandinavische Literaturen der Universität Greifswald. Sie war Finalistin beim 24. open mike und Teilnehmerin der Textwerkstatt Kölner Schmiede. Für ihr Romandebüt Pixeltänzer wurde sie 2017 mit dem Literaturpreis, dem Publikumspreis Mecklenburg-Vorpommern und mit dem Hebbel-Preis 2020 ausgezeichnet. Auf Twitter hat Berit Glanz den Twitter-Lesekreis #TwitLektüre initiiert und war auch an dem Lesekreis #54Reads aktiv beteiligt. Sie gibt dort regelmäßig Einblick in ihre literaturwissenschaftliche Forschung und ihre Arbeit als Autorin. Berit Glanz ist außerdem Redaktionsmitglied von 54Books.

Die Bremer Netzresidenz wird 2020 zum zehnten Mal für herausragende literarische Onlineprojekte verliehen und ist mit 2.500 Euro dotiert. Neben dem Preisgeld erhält die Preisträgerin einen vierwöchigen Aufenthalt im kunst:raum sylt quelle auf der Nordseeinsel Sylt.


Wir danken dem Senator für Kultur, Bremen und der Stiftung kunst:raum sylt quelle für die Unterstützung.

Zu den bisherigen Preisträgern gehören u.a. Finn-Ole Heinrich, Ulrike Draesner, Nora Bossong, Bas Böttcher und Sabine Scho.
Die Jury 2020: Dr. Silke Behl (Literaturhaus Bremen), Monika Eden (literaturhaus oldenburg), Indra Wussow (kunst:raum sylt quelle)