AUSVERKAUFT! OUT LOUD: Alice Hasters – Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen

„Aber wo kommst du wirklich her?“, „Darf ich deine Haare anfassen?“ und „Schokobabys sind so niedlich“ – rassistische Gedanken sitzen tief. Darüber müssen wir reden. Alice Hasters beschreibt in ihrem Buch „Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen (aber wissen sollten)“, was es bedeutet, heute als Schwarze Frau in Deutschland zu leben.

Alice Hasters wurde 1989 in Köln geboren. Sie studierte Journalismus in München und arbeitet u. a. für die Tagesschau und den RBB. Mit Maxi Häcke spricht sie im monatlichen Podcast Feuer&Brot über Feminismus und Popkultur.


23.10.2020 | 19:30 | Kulturzentrum Lagerhaus

Tickets für 10 Euro / 8 Euro (ermäßigt) unter www.outloud-bremen.de

>>Mehr in unserem Literaturkalender

LiteraTour Nord: Roman Ehrlich – Malé

Alle Versuche, die Malediven vor dem steigenden Meeresspiegel zu retten, sind gescheitert und der Großteil der Bevölkerung musste die Inseln verlassen. Gleichzeitig ist die heruntergekommene Hauptstadt Malé zum Ziel all jener geworden, die nach einer Alternative zum Leben in den gentrifizierten Städten des Westens suchen. Und so wird die Insel für die kurze Zeit bis zu ihrem Untergang zur Projektionsfläche für Aussteigerinnen, Abenteurer und Utopistinnen, wo Menschen unauffindbar verschwinden.

Roman Ehrlich, geboren 1983 in Aichach, aufgewachsen in Neuburg an der Donau, studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und an der Freien Universität Berlin.


25.10.2020 | 20 Uhr | Theater Bremen

Eintritt: 10 Euro, ermäßigt 8 Euro

>> Mehr in unserem Literaturkalender

globale: Eröffnung mit Abbas Khider und Anne Weber

Die globale° 2020 steht unter dem Motto Verbotene Bücher. Bei der diesjährigen Eröffnung sind Abbas Khider und Anne Weber zu Gast.

In Anne Webers Annette, ein Heldinnenepos geht es um Anne Beaumanoir, geboren 1923 in der Bretagne, aufgewachsen in einfachen Verhältnissen, die schon als Jugendliche Mitglied der kommunistischen Résistance, Retterin zweier jüdischer Jugendlicher war — wofür sie von Yad Vashem später den Ehrentitel »Gerechte unter den Völkern« erhalten wird –, nach dem Krieg Neurophysiologin in Marseille, 1959 zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt wegen ihres Engagements auf Seiten der algerischen Unabhängigkeitsbewegung. Anne Weber hat für ihren Roman den Deutschen Buchpreis 2020 erhalten.

Abbas Khider spricht über sein Buch Palast der Miserablen: Shams Hussein ist ein normaler Junge mit ganz normalen Träumen. In der Hoffnung auf ein friedlicheres Leben ziehen seine Eltern mit ihm und seiner Schwester aus dem Süden des Irak nach Bagdad. Doch aus dem Streben nach einer besseren Zukunft wird in dem von Saddam Hussein beherrschten Land schnell ein Leben in existenzieller Not. Shams‘ Liebe zu Büchern in einer Zeit, in der ein falsches Wort den Tod bedeuten kann, führt ihn in eine Welt, deren Gefahren er nicht kommen sieht.


27.10.2020 | 18 19 Uhr | Bremer Rathaus – Obere Rathaushalle

>>Mehr in unserem Literaturkalender