Bremer Literaturpreis 2019 für Arno Geiger

Arno Geiger – Foto: Heribert Corn

Heinz Helle – Foto: Juergen Bauer

Arno Geiger erhält den Bremer Literaturpreis 2019 für seinen Roman „Unter der Drachenwand“. Das Buch rage als überaus genaue Vergegenwärtigung des Kriegsjahres 1944 heraus, heißt es in der Begründung der Jury. Arno Geiger wurde 1968 im österreichischen Bregenz geboren und lebt heute als freier Schriftsteller in Wien. Als Leitmotiv seines Kunst- und Lebensverständnisses formuliert Arno Geiger: „Kunst bewahrt den Menschen nicht vor dem Chaos, sondern vor der Ordnung. Kunst bewahrt das Individuum vor dem eindimensionalen Blick. Einzigartig ist der Mensch nicht auf einfache, sondern auf komplizierte Art.“

Den Förderpreis zum Bremer Literaturpreis erhält Heinz Helle für seinen Roman „Die Überwindung der Schwerkraft“.

„In einer ebenso suggestiven wie präzisen Prosa erzählt Helle die Geschichte zweier ungleicher Brüder. Den Sog des Untergangs, in dem einer der beiden verschwindet, verwandelt Helles ausgreifende Sprachbewegung in ein zärtliches Erinnerungsbild.“ (Jurybegründung)


Die Jury zum Bremer Literaturpreis 2019 tagte mit den Mitgliedern: Dr. Stefan Zweifel, Richard Kämmerlings, Barbara Lison, Dr. Lothar Müller, Dr. Wiebke Porombka,   Dr. Daniela Strigl, Michael Sieber.

Die Preise werden am 28. Januar im Bremer Rathaus verliehen. Am Vorabend der Preisverleihung findet eine moderierte Lesung der beiden Preisträger statt. Der Bremer Literaturpreis ist einer der ältesten und bedeutendsten Literaturpreise Deutschlands und mit 25.000 Euro dotiert. Im Umfeld der Preisverleihung findet die 43. Literarische Woche Bremen statt – in diesem Jahr mit dem Thema „Die digitale (R)evolution. Traum oder Albtraum?“.

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