Bremer Literaturpreis geht an Barbara Honigmann

Die Schriftstellerin Barbara Honigmann erhält den mit 25.000 Euro dotierten Bremer Literaturpreis 2020. Mit der Auszeichnung würdigt die Jury ihren Roman „Georg“.

Das in dem Werk in poetischer Prosa gezeichnete Porträt eines Bonvivant, Kommunisten und deutschen Juden vergegenwärtige die Geschichte des 20. Jahrhunderts, indem es in die Abgründe dieser Figur blicke, teilte die Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung am Samstag mit.

Foto: Peter-Andreas Hassiepen

Barbara Honigmann wurde 1949 in Ost-Berlin geboren. Sie arbeitete als Dramaturgin und Regisseurin. 1984 emigrierte sie mit der Familie nach Straßburg, wo sie noch heute lebt. Honigmanns Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. dem Heinrich-Kleist-Preis, dem Max-Frisch-Preis der Stadt Zürich und 2018 mit dem Jakob Wassermann-Preis.

Foto: detailsinn.at

Der mit 6.000 Euro dotierte Förderpreis geht an den österreichischen Autor Tonio Schachinger für sein Romandebüt „Nicht wie ihr“. Er erzählt die Geschichte eines Profikickers aus Wien, der mit Witz und kontrollierter Wut auf Zumutungen und ethnische Vorurteile reagiert. Tonio Schachinger wurde 1992 in New Delhi geboren und ist in Nicaragua und Wien aufgewachsen. Er studiert Germanistik an der Universität Wien und Sprachkunst an der Universität für Angewandte Kunst Wien. „Nicht wie ihr“ ist sein erster Roman.

Die Preisverleihung ist am 20. Januar 2020 im Bremer Rathaus. Die nach dem gleichnamigen Bremer Dichter benannte Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung vergibt den Literaturpreis seit 1962 jährlich. Er gehört nach eigenen Angaben zu den ältesten und bedeutendsten Literaturehrungen der Bundesrepublik. Unter den Preisträgern waren unter anderem Elfriede Jelinek, Marcel Beyer, Alexander Kluge und Friederike Mayröcker.

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