Terézia Mora

Foto: Antje Berghäuser

Zu Gast bei den Literarischen Wochen in Bremerhaven 2020

Terézia Mora wurde 1971 in Sopron, Ungarn, geboren und lebt seit 1990 in Berlin. Für ihren Roman „Das Ungeheuer“ erhielt sie 2013 den Deutschen Buchpreis. Ihr literarisches Debüt, der Erzählungsband „Seltsame Materie“, wurde mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet. Den Bremer Literaturpreis bekam sie für ihren Roman „Die Liebe unter Aliens“. Für ihr Gesamtwerk wurde ihr 2018 der Georg-Büchner-Preis zugesprochen. Terézia Mora zählt außerdem zu den renommiertesten Übersetzern aus dem Ungarischen. Im letzten Jahr erschien ihr neuer Roman „Auf dem Seil“.


Bücher

Auf dem Seil

Roman, 2019
Luchterhand, ISBN: 978-3-630-87497-5
368 Seiten, €24,00

Ist das Leben ein ewiger Balanceakt? Darius Kopp drohte an seinem Unglück zu zerbrechen. Drei Jahre sind vergangen, seit seine Frau Flora, seine große Liebe, gestorben ist. Der IT-Experte ist mit Floras Asche durch Europa gereist und schließlich auf Sizilien gelandet. Dort taucht eines Tages unverhofft seine 17-jährige Nichte auf. Das Mädchen ist allein unterwegs und weicht ihm nicht mehr von der Seite. Lorelei braucht Darius‘ Hilfe – und er die ihre. Mit ihr geht er zurück nach Berlin. Und lernt, sein Glück daran zu messen, was man durch eigenen Willen verändern kann – und was nicht.

Die Liebe unter Aliens

Roman, 2019
Luchterhand, ISBN: 978-3-442-71758-3
272 Seiten, €10,00

Ein Ausflug ans Meer soll ein junges Paar zusammenführen. Ein Nachtportier fühlt sich heimlich zu seiner Halbschwester hingezogen. Ein japanischer Professor verliebt sich in eine Göttin. In »Die Liebe unter Aliens« erzählt Terézia Mora von Menschen, die sich verlieren, aber nicht aufgeben, die verloren sind, aber weiter hoffen. Von Frauen und Männern, die sich ihre wahren Gefühle nicht eingestehen können. Mit präziser Nüchternheit spürt Terézia Mora in jeder der zehn Geschichten Empfindungen nach, für die es keinen Auslass zu geben scheint, und erforscht die bisweilen tragikomische Sehnsucht nach Freundschaft, Liebe und Glück.

Das Ungeheuer

Roman, 2015
Luchterhand, ISBN: 978-3-442-74959-1
688 Seiten, €11,99

»Solche Geschichten gibt‘s, zu Hauf. Ingenieur gewesen, Job verloren, Frau verloren, auf der Straße gelandet«: Ein ganz alltägliches Schicksal vielleicht, doch wen es trifft, der kann daran zerbrechen. So geht es Darius Kopp, dem IT-Experten, der erst seine Stelle verliert, dann die große Liebe seines Lebens. Denn Flora, seine Frau, hat sich das Leben genommen, und seitdem weiß Darius Kopp nicht mehr, wie er weiter existieren soll. Schließlich setzt er in seinen Wagen, reist erst nach Ungarn, wo Flora aufgewachsen ist, und dann einfach immer weiter. Unterwegs liest er in ihrem geheimen Tagebuch, das er nach ihrem Tod gefunden hat, und erfährt, wie ungeheuer gefährdet Floras Leben immer war – und dass er von alldem nicht das Geringste mitbekommen hatte.

Veranstaltungen


Literarische Wochen Bremerhaven – Terézia Mora: „Auf dem Seil“

Nachdem er die Asche seiner Frau auf dem Ätna verstreut hat, lebt der ehemalige Berliner IT-Spezialist Darius Kopp in Sizilien. Während es zu Beginn der Trilogie den Anschein hatte, als würde er als wütender Kleinbürger enden, ist er nun, im dritten Teil, seit drei Jahren als Aussteiger unterwegs, hat Arbeit und Wohnung verloren. Er schlägt sich als Pizzabäcker durch, bis eines Tages seine 17-jährige Nichte erscheint – schwanger. Nach einigem Hadern kehrt er mit ihr nach Berlin zurück. Aber was für einen Beruf soll er ergreifen, wo wohnen und wovon leben? So bietet Berlin zunächst nur eine Perspektive: die am Existenzlimit unter Männern, die im Müll hausen. Doch schließlich ist Darius Koop bereit, sich als 50-jähriger weißer Mann in die Gesellschaft zu integrieren.

Terézia Mora wurde 1971 in Sopron, Ungarn, geboren und lebt seit 1990 in Berlin. Für ihren Roman „Das Ungeheuer“ erhielt sie 2013 den Deutschen Buchpreis. Ihr literarisches Debüt, der Erzählungsband „Seltsame Materie“, wurde mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet. 2017 erhielt sie den Bremer Literaturpreis. Für ihr Gesamtwerk wurde ihr 2018 der Georg-Büchner-Preis zugesprochen. Terézia Mora zählt außerdem zu den renommiertesten Übersetzern aus dem Ungarischen.

Im Anschluss an die Lesung: Drei Fragen an die Autorin, gestellt von Swantje Hüsken, Jugendberufsagentur


Vorverkauf: 9 € (ermäßigt 8 €), Abendkasse: 10 € (ermäßigt 9 €), Vorverkauf ab 20. Januar in der VHS Bremerhaven. Nähere Infos unter Telefon: 0471 590 – 473

Veranstaltungsdetails

Datum und Uhrzeit
Daten: 04.03.2020
19:30

Ort
Volkshochschule Bremerhaven

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