Schirin Nowrousian

Foto: Jonas Niederstadt

Schirin Nowrousian lebt momentan in Bremens Umzu. Sie hat Romanistik, Germanistik und Kunstgeschichte in Deutschland und Frankreich (Mainz, Dijon, Berlin) sowie Theater- und Literaturwissenschaften in Paris studiert.

Sie arbeitet, neben der Autorentätigkeit, u.a. als Übersetzerin & Dolmetscherin, Lektorin, Dramaturgin und Sprachlehrerin. Von September 2014 bis Sommer 2017 war sie DAAD-Lektorin an der Universität Vilnius in Litauen. Seit Februar 2018 ist sie PostDoc-Stipendiatin der Universität Paderborn.

Neben Gedichtveröffentlichungen in Literaturzeitschriften, Anthologien und Sondereditionen in Deutschland, Belgien, den USA, Großbritannien und Litauen erschien 2008 ihr Debütband „Ziryabs Gnu“ in einer zweisprachigen (deutsch-englischen) Ausgabe mit Audio-CD bei farpoint recordings in Dublin. Im Juni 2012 erschienen die zwei Lyrikbände „Ast – است“ und „Aus Paris heute…“ im Bremer Sujet Verlag, die im Frühjahr 2016 in die Zweitauflage gegangen sind. Zusammen mit „Ziryabs Gnu“ bilden sie die „Trilogik des Griffes“. 2019 wird ein neuer Band von ihr im Sujet Verlag erscheinen.

http://snowrousian.wordpress.com/


Bücher

Gläserne Fehde

Lyrik, 2019
Sujet Verlag, ISBN: 978-3-96202-041-5
116 Seiten, €14,80

Gläserne Fehde, der neue Lyrikband von Schirin Nowrousian, ist gleich in mehrfacher Hinsicht außergewöhnlich: Es ist ein Band, der sich dem Thema der Angst annimmt, und dem der Traurigkeit, und dies bisweilen ganz direkt, ohne Umschweife, in aller Zerbrechlichkeit und Wucht, was beileibe Mut erfordert. Und es ist zugleich ein Band voller Sprachlebendigkeit und Musikalität durch Sprache: Neben Texten auf Deutsch sowie englischen, persischen und litauischen Einsprengseln finden sich darin Zeilen auf Portugiesisch und Französisch, denen immer auch ihre deutschen Versionen beigefügt sind. Zwei Gedichte, eins auf Französisch, eins auf Spanisch, sind zudem dabei, die nicht aus Schirins Feder stammen, sondern aus den Federn zweier Mit-Lyriker, und deren filigrane Übersetzungen die Autorin in den Band einfließen lässt – wie zarte Seelenstimmverwandte aus nächster Ferne.

Ast

Lyrik, 2012, 2. Auflage 2016
Sujet Verlag, Bremen, ISBN: 978-3-933995-83-4
81 Seiten, €12,80

Die Lyrik von Schirin Nowrousian ist extrem beweglich und zugleich gefestigt, und sie ist äußerst vielgestaltig. Aus ihr spricht die stets sprudelnde Lust am Aufsprengen und Überschreiten von Grenzen: der Leser findet in dieser Lyrik eine Lebendigkeit und Experimentierfreude, die ihn die dort im wahrsten Sinne des Wortes besprochenen Aspekte des Lebens hautnah (und bisweilen unter die Haut gehend) miterleben lassen. Es ist eine Lyrik zugleich des Aufrufs wie auch des Rückzugs, der Abkopplung und des Sich-Lossagens, eine zum Teil sehr direkt sprechende Lyrik, unverschnörkelt, und eine Lyrik, die auch wieder voller geheimnisvoll wirkender Sätze, Worte und Wendungen steckt und voller Erspürtem, Intuition, die durch und durch geht, und weitreichender, zeitloser Gedankenströme zur menschlichen Existenz und der Menschenlosen, der Erde an sich.

Aus Paris heute

Lyrik, 2012, 2. Auflage 2016
Sujet Verlag, Bremen, ISBN: 978-3-933995-84-1
101 Seiten, €12,80

Die Lyrik von Schirin Nowrousian ist extrem beweglich und zugleich gefestigt, und sie ist äußerst vielgestaltig. Aus ihr spricht die stets sprudelnde Lust am Aufsprengen und Überschreiten von Grenzen: der Leser findet in dieser Lyrik eine Lebendigkeit und Experimentierfreude, die ihn die dort im wahrsten Sinne des Wortes besprochenen Aspekte des Lebens hautnah (und bisweilen unter die Haut gehend) miterleben lassen. Es ist eine Lyrik zugleich des Aufrufs wie auch des Rückzugs, der Abkopplung und des Sich-Lossagens, eine zum Teil sehr direkt sprechende Lyrik, unverschnörkelt, und eine Lyrik, die auch wieder voller geheimnisvoll wirkender Sätze, Worte und Wendungen steckt und voller Erspürtem, Intuition, die durch und durch geht, und weitreichender, zeitloser Gedankenströme zur menschlichen Existenz und der Menschenlosen, der Erde an sich.