Rasha Abbas

Foto: Privat

Zu Gast bei der Globale 2018.

Rasha Abbas ist eine syrische Journalistin und Autorin. Sie lebt seit 2015 in Deutschland und in den Niederlanden. 2008 veröffentlichte sie die Kurzgeschichten Adam hasst das Fernsehen und wurde dafür beim Damascus Capital of Arab Culture Festival ausgezeichnet.


Bücher

Eine Zusammenfassung von allem, was war

Erzählungen, 2018
mikrotext, ISBN: 978-3-944543-55-0
168 Seiten, €20,99

Zeitschleifen und russische Raketen über Freibädern, paranoide Teenager, Checkpoints und abgelegene Hotels. Drogentrips, Kinoproduktionen für Diktatoren und Exilanten in WG-Zimmern – in den Erzählungen flackern die Bilder der alten und neuen Heimat grell auf. Diese starken Erzählungen bezeugen die Unabgeschlossenheit von Krisenerfahrung. Sie sind in traumhaften, videospielartigen Welten angesiedelt, aber auch im staubigen Gelbgrau nahöstlicher Ländlichkeit, in tropischen Sumpflandschaften, in endlosen Eiswüsten oder in Max Liebermanns Villa. Und sie lassen überall das zarte, warme Leben durchschimmern. Aus dem Arabischen von Sandra Hetzl.

Die Erfindung der deutschen Grammatik

Kurzgeschichten, 2016
mikrotext, ISBN: 978-3-944543-30-7
200 Seiten, €3,99

In Rasha Abbas’ Kurzgeschichten trifft der Alltagstrott auf Absurdistan. Ähnlich wie Mark Twain in seinem Essay „The Awful German Language“ nähert sich Rasha Abbas der verflixten deutschen Grammatik und Sprache und allen anderen deutschen Strukturen mit Humor und Verzweiflung. Sie verwebt die stinknormalen Erfahrungen des Einlebens in Berlin beim Asylantrag, im Jobcenter, beim Sprachkurs, zwischen Künstler-Inflation und Hipster-Invasion gekonnt mit anderen Genres: Slapstick, Zombiefilm, Cartoon, Computerspiel. Bewaffnet mit einer Narrenkappe erzählt sie die Wahrheit über „uns Deutsche“, aber auch über „die Flüchtlinge“. Aus dem Arabischen von Sandra Hetzl.